Die Flüchtlingswelle stellt Europa vor eine der grössten gesellschaftlichen Herausforderungen seit dem 2. Weltkrieg. Nie waren seither die Bilder von der Flüchtlingsnot so präsent in den Medien wie in diesem Jahr. Selbst Regierungen wissen nicht, wie sie angesichts dieses Elends handeln sollen. In dieser Ratlosigkeit sollen Christen und Kirchen in der Schweiz nicht schweigen. Am Flüchtlingssonntag vom kommenden Wochenende ist eine ganz besondere Gelegenheit, das Schicksal der Flüchtlinge zu thematisieren.
Am Flüchtlingssonntag, dem 21. Juni, bietet sich den Landes- und Freikirchen eine Gelegenheit, die Flüchtlingsnot und die christliche Verantwortung in ihren Veranstaltungen zum Thema zu machen und für Flüchtlinge, Politiker und Menschen, die sich besonders für Flüchtlinge engagieren, zu beten. Es gibt kaum ein gesellschaftliches Thema, bei dem Nächstenliebe und Sinn für Gerechtigkeit prägender sein könnten als in der Gestaltung unserer Beziehungen mit fliehenden und heimatlosen Menschen. Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA und die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen (eine Arbeitsgemeinschaft der SEA) rufen die christlichen Gemeinschaften dazu auf, den Flüchtlingssonntag zu nutzen und gemeinsam ein Zeugnis der Solidarität zu setzen.
Aus der Bibel inspiriert
Die Bibel berichtet in vielen Geschichten von Menschen auf der Flucht. Diese können dabei helfen, die Schicksale von Flüchtlingen nachzuempfinden. In Psalm 107,4-8 wird das Schicksal von fliehenden Menschen durch die Wüste in eine Stadt, in der sie wohnen können, gefühlvoll nachgezeichnet. Und in 5. Mose 10,18 heisst es „Gott liebt die Fremdlinge. Er gibt ihnen Speise und Kleidung“. Aus diesen und anderen Aussagen in der Bibel ergibt sich: Flüchtlinge brauchen Nahrung, sie brauchen Schutz, und sie haben Würde.
Was können wir tun?
Angesichts der grossen Flüchtlingsproblematik stellt sich bald die Frage: Was können wir als Individuen, als christliche Gemeinden in der Schweiz tun? Marc Jost, Generalsekretär der Schweizerischen Evangelischen Allianz, hält dazu fest: „Viele kleine Schritte sind wichtig, damit die Situation von Flüchtlingen verbessert werden kann. Sei dies in einer respektvollen Begegnung, in der Begleitung eines Asylsuchenden, in der freundlichen Aufnahme in der Gemeinde oder in der Unterstützung von Hilfsprojekten und im Beten.“
Materialien zur Inspiration
Für den Flüchtlingssonntag haben die SEA und die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen eine Webseite mit Materialien und Links aufgeschaltet. Dort finden sich auch die Informationen zu drei unterstützungswürdigen Flüchtlingsprojekten in Italien, Griechenland und in der Schweiz sowie eine PowerPoint-Präsentation.
Kontakt
Thomas Hanimann
Kommunikation SEA
thanimann@each.ch
043 366 60 82
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Aufruf der SEA zum Flüchtlingssonntag am 21. Juni
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