Mit dem grossen Ansturm von syrischen Flüchtlingen an unseren Grenzen ist der Krieg in Syrien wieder neu ins Bewusstsein gekommen. Neben den erschütternden Berichten von Not und Zerstörung finden Christen in der Bibel auch eine hoffnungsvolle Botschaft für das Land: Als Jesus vor zweitausend Jahren predigend durch Palästina zog, gelangte seine Botschaft auch nach Syrien.

Dass Syrien nun von den sich gegenüberstehenden Kriegsmächten so zerstört wird, stimmt traurig. Ein grosses Land mit über 20 Millionen Einwohnern wird seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 zerbombt und ausgeblutet. 12 Millionen Menschen wurden in die Flucht geschlagen, 220‘000 fielen dem Krieg bis jetzt zum Opfer.

Beten für Syrien
Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA ruft dazu auf, an diesem Eidg. Dank-, Buss- und Bettag ganz besonders für Syrien zu beten. Der Schutz der betroffenen Bevölkerung ist derzeit das wichtigste Anliegen. Im Land gibt es in- und ausländische Helferinnen und Helfer, welche sich unter grossen Entbehrungen und Gefahren für die leidenden Menschen einsetzen. Das Land braucht dringend Frieden und wohl noch über Jahre eine Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.

Vor 2000 Jahren hörte Syrien von Jesus
Im Neuen Testament gibt es ein paar Stellen, die das Land erwähnen. So heisst es, dass gegen das Jahr 30 die Nachricht vom Wanderprediger Jesus in Galiläa auch in Syrien verbreitete (Matthäus 4,24). Das Evangelium von Jesus Christus wurde also schon früh nach Syrien getragen, wo bis ins 21. Jahrhundert dann auch eine grosse Zahl von Christen lebte. Durch den IS und andere extreme islamistische Gruppen werden diese besonders drangsaliert, verfolgt und verjagt, so dass die christlichen Gemeinden stark reduziert, an einigen Orten sogar ganz ausgerottet sind.

Gastfreundschaft für Flüchtlinge
Viele Flüchtlinge kommen derzeit bei uns an. Sie haben eine gefährliche Reise hinter sich und sind oft jahrelang auf der Flucht. Es sind Menschen aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, Somalia und aus vielen Ländern, in denen sie wegen Krieg und Armut keine Lebensperspektiven mehr haben. In der Schweiz hat es noch Platz für Flüchtlinge. Auch wenn die Integrationsaufgabe sicher herausfordernd sein wird, dürfen wir die Menschen an unseren Grenzen nicht einfach in die Not zurückschicken.

Projekte für die Flüchtlingsströme
Mitgliedswerke der Schweizerischen Evangelischen Allianz haben in den Herkunftsländern und entlang den Flüchtlingsrouten vom Mittelmeer bis in die Schweiz zahlreiche Hilfsprojekte, mit denen sie versuchen, den Menschen in ihrer verzweifelten Lage konkrete Hilfe anzubieten. Gern informiert die SEA über diese Projekte. Drei von ihnen finden Sie unter diesem Link.

Kontakt
Marc Jost
Generalsekretär SEA
mjost@each.ch
076 206 57 57

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Die Schweiz hat einen Bettag – für die Not des Krieges in Syrien

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