Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA.RES begrüsst die Initiative des Schweizerischen Bauernverbandes, Migranten in der Landwirtschaft zu beschäftigen.
Der Schweizerische Bauernverband will in Zukunft vermehrt Flüchtlinge in der Landwirtschaft beschäftigen. Dafür hat der Verband zusammen mit dem Bundesamt für Migration ein dreijähriges Pilotprojekt geschaffen. Der Vorstand der Schweizerischen Evangelischen Allianz in der Deutsch- und Westschweiz (SEA.RES) begrüsst diesen Entscheid. Er empfiehlt anderen Arbeitgeberverbänden diesem Beispiel zu folgen.
Administrative Hürden abbauen
90 Prozent der provisorisch aufgenommenen Personen (mit Aufenthaltsgenehmi-gung F) bleiben dauerhaft in der Schweiz. Um hier arbeiten zu können, brauchen sie eine Genehmigung vom kantonalen Arbeitsamt. Diese muss vom zukünftigen Arbeitgeber beantragt werden. Diese administrative Hürde und der provisorische Charakter der Aufnahme schränken den Zugang zum Arbeitsmarkt stark ein. Als Folge davon sind die Migranten mehrere Jahre von der Sozialhilfe abhängig. Die SEA.RES ist der Ansicht, dass solche Hürden zum Arbeitsmarkt beseitigt werden sollen. Ebenso sollen die Integrationsmassnahmen durch berufliche Ausbildung und durch Sprachkurse gesamtschweizerisch ausgebaut werden. Das würde den Flüchtlingen ermöglichen, von der Sozialhilfe unabhängig zu werden, ihre physische und psychische Gesundheit zu verbessern und ihre Würde und ihr Selbstvertrauen zu stärken.
Nutzen für alle
Diese Integrationsmassnahmen würden der öffentlichen Hand auch finanzielle Vorteile bringen, sowohl in der Sozialhilfe als auch in der Krankenversicherung. Die Schweizerische Evangelische Allianz ist überzeugt, dass die Massnahmen keinen Anziehungseffekt auf Wirtschaftsflüchtlinge haben. Ein grosser Teil der Flüchtlinge hat eine gute berufliche Bildung, was auch den Unternehmen in unserem Land zugutekäme.
Humanitäre Tradition pflegen
Die Schweizerische Evangelische Allianz erinnert daran, dass die meisten Flüchtlinge nicht aus wirtschaftlichen Gründen hier sind, sondern um Schutz für ihr Leben zu suchen, den sie in ihren Herkunftsländern wegen der dort herrschenden Kriege nicht mehr haben, beispielsweise in Syrien. Die christlichen Werte, welche der Schweiz ihre humanitäre Berufung gegeben haben, müssen auch heute wirksam sein.
Die Schweizerische Evangelische Allianz ist dankbar für die Fortschritte, die unter der Führung durch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga erreicht wurden. Allerdings müssen noch weitere Schritte geschehen. Die Schweizerische Evangelische Allianz hofft, dass der Bundesrat einerseits den Migranten mit provisorischer Aufenthaltsgenehmigung den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert. Andererseits soll die humanitäre Hilfe zugunsten der Flüchtlingslager im Libanon, Jordanien und in der Türkei erhöht werden.
Kontakt
Norbert Valley
Präsident SEA.RES
norbertvalley@bluewin.ch
079 250 24 79
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Flüchtlinge sollen rasch arbeiten dürfen
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