Dieses Jahr hat die weltweite Glaubensverfolgung weiter zugenommen, vor allem durch den zunehmenden Einfluss des islamischen Extremismus, der sich besonders im Mittleren Osten und in Afrika ausbreitet. Der „Sonntag der verfolgten Kirche“ (SVK), soll daran erinnern, dass dort, wie auch in anderen Ländern, Tausende von Christen und religiöse Minderheiten aufgrund ihres Glaubens diskriminiert werden, im Gefängnis oder auf der Flucht sind.
In Indien werden Angehörige religiöser Minderheiten, die wegen ihres Glaubens angegriffen werden,, von den Beamten nicht unterstützt. Der heutige Premierminister Narendra Modi soll früher einmal einen Massenmord von über 1000 Muslimen im Staat Gujarat ausdrücklich erlaubt haben. Die Menschenrechte sind in Indien noch wenig ausgebildet und beachtet, trotz der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung. Neben den Muslimen sind die Christen in manchen indischen Bundesstaaten besonders unter Druck. Das diskriminierende Kastensystem wird noch aufrechterhalten.
Indien ist eines der Schwerpunktländer, für das Christen in der Schweiz am Sonntag der Verfolgten Kirche (SVK) an einem der beiden nächsten Sonntage (8. und 15. November) besonders beten werden. Die Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit (AGR) der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA lädt Landes- und Freikirchen in der Schweiz ein, an einem dieser Sonntage einen besonderen Gottesdienst zu gestalten. Mitgliederorganisationen der AGR vermitteln auch Gastredner, welche aus erster Hand von den betroffenen Ländern berichten.
Verbreitete Verfolgung in Myanmar und Irak
Neben Indien hat die AGR für dieses Jahr den Irak und Myanmar als Schwerpunktregionen festgelegt. In Myanmar (ehemals Burma) gibt es ethnisch-religiöse Konflikte. Christliche Minderheiten werden stark diskriminiert. Besonders die zum Christentum konvertierten Burmesen haben es schwierig. Sie werden oft von ihrem früheren sozialen Umfeld geächtet und sogar von der eigenen Familie verstossen. Als 2011 im Teilstaat Kachin der Bürgerkrieg wieder ausbrach, wurden Zehntausende Christen in die Flucht getrieben. Die Rohingya, eine muslimische Minderheit im Westen von Myanmar erleiden eine der weltweit schlimmsten Verfolgung. Im Irak, dem dritten Schwerpunktland, hat die Bedrohung durch die ISIS weiter zugenommen. In jeder von Christen bewohnten Stadt, die von IS-Krieger übernommen wird, werden die Einwohner gezwungen, aus ihren Häusern zu fliehen, um nicht umgebracht zu werden.
Ausführliches Dossier zum SVK
Der jährlich aktualisierte Verfolgungsindex der Hilfsorganisation Open Doors gibt einen Einblick in den Grad der Verfolgung in den verschiedenen Ländern. Zudem hat die AGR eine Dokumentation erstellt, welche die Verfolgungssituation in den Schwerpunktländern beschreibt und besondere Gebetsanliegen aufnimmt. Die Dokumentation kann online unter www.verfolgung.ch (Dossier) gelesen und heruntergeladen werden.
Kontakt
Linus Pfister
Präsident Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit
Linus.Pfister@hmk-aem.ch
079 729 61 65
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„Sonntag der Verfolgten Kirche“ am 8. und 15. November: Ein Protest gegen die Verfolgung
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