Each

  • HOME
  • KONTAKT
  • SPENDEN
  • RES (français)
  • Unser Engagement
      • Arbeitsgemeinschaften
        • DenkBar
        • Evangelischer Missionen (AEM)
        • Forum Ehe+Familie (FEF)
        • Gemeinsam gegen Grenzverletzungen
        • Generosity
        • Glaube und Behinderung (GUB)
        • Interaction (IA)
        • Interkulturell
        • Jugend
        • Klima, Energie, Umwelt (AKU)
        • Kunst & Kultur (ARTS+)
        • Landeskirchen-Forum (LKF)
        • Medien (AGM)
        • Perspektive 3D
        • Politik (AGP)
        • Religionsfreiheit (AGR)
        • Institut für Islamfragen
      • Gebetsanlässe
        • Allianzgebetswoche
        • 40 Tage Gebet und Fasten
        • 30 Tage Gebet für die islamische Welt
        • 15 Tage Gebet für die Welt des Hinduismus
        • 15 Tage Gebet für die Welt des Buddhismus
        • Prayday
      • Themensonntage
        • Sonntag für unsere Nächsten
        • Sonntag der verfolgten Kirche (SVK)
        • Flüchtlingssonntag
        • Veranstaltungen
        • Stellungnahmen
        • Aktuelle Themen
      • Publikationen
        • Verteilzeitung «Hope»
        • SEA Fokus
      • Medienstelle
        • Medienmitteilungen
        • Bilder
        • FAQ´s für Medienleute
      • Externe Dienste
        • Ehrenkodex
        • Clearing-Stelle
        • Armeeseelsorge
      • Buche einen Allianz-Speaker
  • Unser Miteinander
    • Einzelmitgliedschaft
    • Kollektivmitgliedschaft
    • Mitglieder
      • Sektionen
      • Kirchgemeinden ohne Sektion
      • Werke
  • Mitmachen
      • Einzelmitglied werden
      • Kollektivmitglied werden
      • Informiert sein
        • SEA Info
        • Medienmitteilungen
        • Newsletter „SEA aktuell“
      • Spenden
      • Kollekten – Vorlagen
      • Offene Stellen
      • Freiwillige Mitarbeit
  • Wer wir sind
    • Unsere Vision
      • Gemeinschaft fördern
      • Gesellschaft verändern
      • Glauben teilen
    • Geschichte
    • Glaubensbasis
    • Unser Team
    • Unser Vorstand
    • Unser Netzwerk
      • Nationale Allianz
      • Europäische Evangelische Allianz (EEA)
      • Weltweite Evangelische Allianz (WEA)
    • Unsere Botschafter
    • Jahresberichte
    • Bestellungen
    • Unsere Partnerschaften
    • Unsere Leitsätze
  • News
>
News

Ein erster Schritt zur steuerlichen Gleichbehandlung

30. September 2024 by

Der Nationalrat ist der Forderung des von Marc Jost eingereichten Postulats «Abzugsfähigkeit von Spenden an Vereine mit gemischten Zwecken» gefolgt. Damit muss der Bundesrat nun Klarheit schaffen, inwiefern Spenden an Vereine mit teils gemeinnützigen, teils kultischen Zwecken – also etwa Kirchen ohne staatliche Anerkennung oder christliche Werke – von den Steuern abgezogen werden können. 

 

Die aktuelle Situation ist unbefriedigend, weil die Abzugsfähigkeit von Spenden an religiöse Vereine kantonal unterschiedlich ist und eine Ungleichbehandlung gegenüber öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften besteht. Deshalb hat EVP-Nationalrat und SEA-Vorstandsmitglied Marc Jost mit einem Postulat den Bundesrat aufgefordert, mehr Licht in die Handhabung in den Kantonen zu bringen. Zudem soll er Stellung nehmen, ob ein gesetzlicher Anpassungsbedarf besteht, damit Spenden an Vereine mit gemischten oder kultischen Zwecken befreit werden. 

 

Der Nationalrat hat zum Ende der Herbstsession den Forderungen zugestimmt und das Postulat an den Bundesrat überwiesen. Einzig ein ursprünglich ebenfalls geforderter Vergleich mit der Praxis in anderen europäischen Ländern fiel weg. Denn der Bundesrat hatte bereits vor der Ratsdebatte signalisiert, dass die steuerliche Handhabung im Ausland keinen Einfluss auf die Schweiz hätte und der Aufwand unverhältnismässig hoch wäre.  

 

«Dieser erste Schritt ist wertvoll, besonders auch für christliche Organisationen», so Marc Jost nach der Annahme des Postulats. Denn beispielsweise christlichen Hilfswerken, aber auch Freikirchen drohen geringere Einnahmen, wenn Spenderinnen und Spender ihre Zuwendungen bei den Steuern nicht abziehen können. Dabei leisten religiöse Gemeinschaften mitunter einen substanziellen Beitrag an Gemeinschafts- und Sozialarbeit und entlasten damit auch den Staat.  

Ein Weg des Glaubens und der Liebe: Eine Mutter erzählt von Hoffnung und Verlust

11. September 2024 by

In diesem Interview teilen wir die bewegende Geschichte der Familie Kittel, die mit der schwerwiegenden Diagnose für ihr ungeborenes Kind konfrontiert wurde. Mit tiefem Glauben und grosser emotionaler Stärke entschieden sie sich, den Weg trotz der schmerzhaften Prognose zu gehen und ihr Kind bis zum Ende der Schwangerschaft zu begleiten.

 

Im Gespräch erzählt die Mutter, Maike Kittel, von den emotionalen Herausforderungen, die sie durchlebte, von den Momenten der Hoffnung und Verzweiflung sowie von der Bedeutung des Glaubens und der Unterstützung ihrer Familie und Freunde. Diese Geschichte soll nicht nur berühren, sondern auch anderen Eltern Mut machen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden.

Wie haben Sie die Nachricht vom schweren gesundheitlichen Zustand Ihres Kindes aufgenommen?
In der 17. Schwangerschaftswoche ging ich alleine zur Routineuntersuchung bei meiner Frauenärztin. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich sehr gut. Auch die fünf vorherigen Schwangerschaften verliefen problemlos, und ich konnte alle Kinder ungefähr zum errechneten Geburtstermin spontan entbinden. Mein Mann und ich sind beide gesund und haben keine Vorerkrankungen oder genetischen Defekte in der Familie. Der Gedanke, dass es unserem Kind nicht gut gehen könnte, kam uns nicht in den Sinn.

 

Während der Untersuchung sah meine Frauenärztin plötzlich besorgt aus und wurde unruhig. Nach einer Weile teilte sie mir mit, dass sie kaum Fruchtwasser erkennen könne, was auf eine Nierenfunktionsstörung oder Zystenbildung bei unserem Kind hindeuten könnte. Um sicherzugehen, empfahl sie mir, noch am selben Tag zur Frauenklinik im Kantonsspital St. Gallen zu gehen.

 

Diese Nachricht war für mich ein Schock. Meine Frauenärztin gab mir zu diesem Zeitpunkt noch keine detaillierten Informationen über die Schwere der Situation. Ich wäre jedoch ohnehin nicht in der Lage gewesen, das alles zu verarbeiten. Sie rief in der Klinik an, und ich sollte mich dort einige Stunden später melden.

 

Zu Hause begann ich sofort, im Internet nach Informationen zu suchen, was mich immer verzweifelter machte. Da mein Mann in Deutschland war und es eine Weile dauern würde, bis er zu mir kommen könnte, rief ich eine Freundin an, die mich dann zum Frauenarzt begleitete. Ich war völlig verzweifelt und weinte unkontrolliert aus Angst vor der Diagnose und dem Wunsch, nicht wahrhaben zu wollen, dass etwas nicht stimmte. Gleichzeitig hatte ich immer wieder die Hoffnung, dass meine Frauenärztin sich geirrt haben könnte und alles in Ordnung sei.

 

Nachdem die Diagnose «Potter-Syndrom» im Krankenhaus bestätigt wurde, gingen wir verzweifelt nach Hause. Uns wurde mitgeteilt, dass das Kind nach der Geburt nicht lebensfähig sein würde, die Schwangerschaft aber bis zum Schluss «normal» verlaufen könnte und es dem Kind im Mutterleib gut gehen würde, obwohl es sich aufgrund des fehlenden Fruchtwassers weniger bewegen könnte. Die darauffolgenden Tage waren entsetzlich. Wir versuchten, weiter zu arbeiten und uns um unsere Kinder zu kümmern, schwankten jedoch ständig zwischen Hoffnung und tiefer Verzweiflung.

 

Welche Gedanken oder Gefühle hatten Sie, als Sie mit der Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs konfrontiert wurden?
Im Kantonsspital wurde uns gesagt, dass wir momentan keine Entscheidung treffen müssten. Man gab uns Zeit, in Ruhe zu überlegen, wie es weitergehen sollte. Niemand drängte uns zu einem Abbruch oder riet uns dazu, sie erwähnten nur, dass diese Möglichkeit bestehe. Was ich in diesem Moment als besonders wichtig empfand, war, dass uns nichts aufgedrängt wurde.

 

Der Gedanke, die Schwangerschaft oder die Tatsache, dass mein Kind nach der Geburt sterben würde, durch einen Abbruch zu beenden, begleitete mich. Diese Option, die ich in der Hand hatte, war sehr schwer zu ertragen. Ich wollte für meine anderen Kinder da sein. Gleichzeitig hatte ich grosse Angst und zu diesem Zeitpunkt noch keine tiefe Bindung zu meinem ungeborenen Kind aufgebaut. Mehrere Tage lang dachte ich ernsthaft darüber nach, einen Abbruch vorzunehmen, um das Unvermeidliche zu beenden und die Kontrolle zurückzugewinnen. Auch die Fragen meiner Kinder machten es nicht leichter, und die Verzweiflung lastete schwer auf uns allen.

 

Was hat Sie dazu bewegt, die Entscheidung zu treffen, das Kind trotz der schwierigen Prognose auszutragen?
In den ersten Tagen trafen wir uns mit Freunden, die für uns beteten. Ich habe mit Gott gehadert und ihn angeklagt. Ich sagte zu Gott, dass ich die Schwangerschaft und die Geburt durchstehen würde, aber er müsse dafür sorgen, dass ich nicht zerbreche. Ich wollte für meine Kinder da sein und nicht krank werden.

 

Mir wurde klar, dass ich nicht das Recht hatte, über Leben und Tod zu entscheiden. Ich hatte nichts dazu beigetragen, dass dieses Kind in mir wuchs, und ich wollte es Gott überlassen, wie alles weitergeht. Ich bat Gott, den Zeitpunkt der Geburt gut zu legen, da es viele Termine gab und unklar war, wie lange die Schwangerschaft dauern würde.

 

Zusätzlich konnte ich meine Perspektive ändern. Mein Kind konnte nichts dafür, dass es krank war. Ich wollte ihm die Zeit, die es bei uns verbringen durfte, auch wenn es nur im Mutterleib war, so schön wie möglich machen. Es war seine Lebenszeit, und ich hatte kein Recht, sie zu verkürzen. Auch die Lebenszeit meiner anderen Kinder liegt nicht in meiner Hand. Ich wollte dankbar sein für die Zeit, die ich mit meinem Kind habe.

 

Mein Mann sagte mir, dass er seine Entscheidung davon abhängig machen würde, wie es mir gesundheitlich gehe. Wäre es mir schlechter gegangen, hätte er möglicherweise auch einen Abbruch in Erwägung gezogen. Aber ab dem Moment, in dem wir uns entschieden hatten, nie wieder an einen Abbruch zu denken, kam uns dieser Gedanke nicht mehr in den Sinn. Nach einigen Wochen erschien es mir sogar absurd, jemals einen Abbruch in Erwägung gezogen zu haben. Vor der Diagnose hatte ich mich nie eingehend mit dem Thema befasst.

 

Gab es in Ihrem Umfeld oder bei medizinischen Fachleuten Druck, einen Schwangerschaftsabbruch in Betracht zu ziehen?
Nein, im Kantonsspital habe ich keinen Druck erlebt. Man sagte uns, dass es ein schwieriger Weg sei, ein Kind mit dieser Diagnose auszutragen, aber dass es möglich sei und für die Verarbeitung hilfreich sein könne.

 

In unserem persönlichen Umfeld gab es teilweise Besorgnis um meinen gesundheitlichen Zustand und Unverständnis darüber, warum man ein Kind mit einer so schweren Diagnose austrägt. Manche fragten, warum wir uns das antaten und nicht die Möglichkeit eines Abbruchs wählten. Das hat mich tief erschüttert. Doch je sicherer ich mir meiner Entscheidung war und je mehr ich darüber sprach, desto weniger Kommentare zu einem Abbruch erhielt ich. Ich habe das Gefühl, dass einige Menschen dadurch ihre Meinung geändert haben.

 

Wie haben Sie die Zeit der Schwangerschaft erlebt, nachdem Sie die Entscheidung getroffen hatten, Ihr Kind zu behalten?
Wir versuchten, schöne Dinge zu unternehmen und die Zeit mit unserem ungeborenen Kind zu geniessen. Manchmal gelang es uns, kleine Ausflüge zu machen und sogar zu lachen. Es fühlte sich jedoch oft an, als lebten wir in einer «Blase». Besonders schwer war es, wenn Menschen fragten, wann das Kind kommen würde oder wie es mir ginge. Es war kaum auszuhalten, ihnen zu erklären, dass unser Kind nach der Geburt nicht leben würde. In solchen Momenten sagte ich manchmal einfach, dass es mir gut gehe.

 

Auch Begegnungen mit anderen Schwangeren waren schwer, ebenso wie die Erklärung gegenüber unseren Kindern, dass ihr Geschwisterchen nicht leben wird und wir eine Beerdigung planen müssen. Als Schwangere ist man ohnehin körperlich eingeschränkt, was für unsere Kinder auch Verzicht bedeutete.

 

Wir wussten nie genau, wann das Kind zur Welt kommen würde, und mussten ständig einen Plan B parat haben. Es war ein Ausnahmezustand, und ich nahm die Tage so, wie sie kamen. Manchmal ging es mir auch körperlich nicht gut, ich hatte beispielsweise Schmerzen.

 

Hatten Sie in dieser Zeit Unterstützung, sei es von Familie, Freunden oder professionellen Beratern?
Ich habe viel in Internetforen gelesen. Es gibt Websites, auf denen Eltern über ihre Erfahrungen während der Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach berichten. Diese Berichte haben mir sehr geholfen, vor allem die von Kindern mit der gleichen Diagnose. Dort wird offen über schwierige Themen gesprochen, und ich habe viele Anregungen bekommen, zum Beispiel für die Planung einer Beerdigung oder um Erinnerungen zu schaffen. Es war beruhigend, von Menschen zu lesen, die Ähnliches durchgemacht haben und es geschafft haben. Das hat mir Hoffnung gegeben, dass auch wir es schaffen würden.

 

In dieser Zeit habe ich alles viel intensiver wahrgenommen. Ich war dankbar für meine Kinder, meinen Mann und die hervorragende Betreuung, die wir erhielten. Allerdings habe ich nur mit wenigen Menschen aktiv Kontakt gehabt. Es war oft zu anstrengend, alles zu erklären, und die Hilflosigkeit meines Gegenübers war manchmal schwer zu ertragen. Aber es gab auch gute Freunde, die einfach da waren und zugehört haben. Manchmal war es schwierig, stark zu bleiben und sich abzugrenzen, daher habe ich mich zurückgezogen und war am liebsten allein mit meiner Familie. Freunde, die unkompliziert waren und nicht zu viele Fragen stellten, waren in dieser Zeit besonders hilfreich.

 

Wir haben auch einen Brief an alle geschrieben, in dem wir die Diagnose erklärten und darum baten, nachsichtig mit uns zu sein, da wir nie wussten, wie es uns von Tag zu Tag gehen würde. Mein Mann hat sich um die organisatorischen Dinge gekümmert, wie das Bestellen des Mosekörbchens, und er hat auch viel professionelle Unterstützung bekommen.

 

Was bedeutete es für Sie, Ihr Kind nach der Geburt kennenzulernen, auch wenn die Zeit begrenzt war?
Unser Sohn Sera lebte eine Stunde nach der Geburt. Ich konnte ihn halten, und er ist friedlich in meinen Armen eingeschlafen. Er öffnete die Augen nicht und schnappte nur leicht nach Luft. Mein Mann und ich waren allein im Geburtszimmer, und niemand störte uns. Es waren die schmerzhaftesten Minuten meines Lebens, aber gleichzeitig war ich erleichtert, dass ich die Geburt geschafft hatte und meinen Sohn in meinen Armen halten konnte. Ich bin dankbar, dass er in meinen Armen sterben durfte, dass ich ihn sehen und spüren konnte und wir ihn segnen konnten.

 

Ich durfte dann noch zwei Tage im Einzelzimmer im Kantonsspital verbringen und hatte meinen Sohn bei mir, wann immer ich wollte. Unsere Kinder und Verwandten besuchten uns, und wir konnten Fotos machen. Es war so wichtig, dass Sera dadurch sichtbar seinen Platz in unserer Familie eingenommen hat. Dieser bewusste Abschied war entscheidend, um zu realisieren, was geschehen war. Ohne das hätte ich es wohl nicht wirklich begreifen können.

 

Wie blicken Sie heute auf die Entscheidung zurück, Ihr Kind auszutragen, und welche Gedanken begleiten Sie?
Für uns war es die einzig richtige Entscheidung, und ich würde immer wieder so handeln. Es war die schwierigste und traurigste Zeit meines Lebens. Oft dachte ich, dass ich es nicht schaffen würde, und ich war verzweifelt. Aber ich habe die Lebenszeit meines Kindes sehr bewusst erlebt. Mir ist klar geworden, dass jedes Kind ein Geschenk ist und dass wir unser Leben nicht in der Hand haben.

 

Ich bin dankbar, dass es Menschen gab, die für uns gebetet haben. Oft konnte ich selbst nicht beten, und es war ein grosser Trost, zu wissen, dass andere dies für uns getan haben. Ich weiss, wie mein Sohn ausgesehen hat, und natürlich frage ich mich oft, wie er jetzt wäre und was für ein Junge er geworden wäre. Was mich tröstet, ist das Wissen, dass er bei Jesus ist, dass es ihm dort gut geht und dass wir uns eines Tages wiedersehen werden.

 

Gibt es etwas, das Sie anderen Eltern, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen, mit auf den Weg geben möchten?
Ich würde ihnen raten, sich Zeit zu nehmen. Kurz nach einer Diagnose ist man oft nicht in der Lage, klare Entscheidungen zu treffen. Sucht euch gute Berater und Menschen, die wirklich an euch interessiert sind und euch nicht nur ihre Meinung aufzwingen wollen. Versucht, die Perspektive eures Kindes einzunehmen. Sprecht mit Menschen, die sich für das Austragen entschieden haben. Seid offen und teilt die Diagnose, und distanziert euch von Menschen, die euch nicht guttun. Wir haben nicht das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden.

Link
Marsch fürs Läbe 2024

Vierter Lausanner Kongress soll neue Impulse für die Mission bringen

6. September 2024 by

Ein Teil der Schweizer Delegation bei einem Vorbereitungstreffen für den vierten Lausanner Kongress, der Ende September in Seoul stattfinden wird.

Vom 22. bis 28. September wird eine Delegation von 31 Personen aus verschiedenen christlichen Organisationen der Schweiz in Seoul (Südkorea) am vierten Weltkongress der Lausanner Bewegung teilnehmen. Auch als Schweizerische Evangelische Allianz SEA sind wir vertreten und gespannt, welche neuen Impulse wir für die Schweiz und die Weltmission mitnehmen können. Die Delegation ist dankbar für Unterstützung mit Gebet.

 

Der erste «Internationale Kongress zur Weltevangelisation» fand 1974 in Lausanne mit 2300 Leitern statt, initiiert vom amerikanischen Evangelisten Billy Graham. Zusammen verfassten sie die «Lausanner Erklärung» und die Lausanner Bewegung wurde geboren. Diese erste Erklärung gibt wichtige theologische Grundlagen, wie der Auftrag zu verstehen ist, das Evangelium in die ganze Welt zu verkünden. Es folgten weitere Treffen 1989 in Manila, wo das «Manila Manifesto» geschrieben wurde, und 2010 in Kapstadt, wo die «Kapstadt Erklärung» entstand. Die «Lausanner Erklärung» und die «Kapstadt Erklärung» gehören, neben der Glaubensbasis der SEA, zu den Grundlagendokumenten der SEA.

 

Die Schweizer Delegation wird von den beiden Co-Generalsekretären Viviane Krucker-Baud (SEA) und Christian Kuhn (RES) geleitet. Dabei liegt uns die Zusammenarbeit der Deutsch- und Westschweiz sehr am Herzen.

 

Das Thema des Lausanne Gathering 4 in Seoul lautet: «Let the Church declare and display Christ together». Anhand der Apostelgeschichte werden sechs Unterthemen dazu beleuchtet:

 

  1. Das Wirken des Heiligen Geistes
  2. Missionarische Gemeinschaft
  3. Verfolgung und Weltmission
  4. Christliches Zeugnis am Arbeitsplatz
  5. Leiterschaft als Dienerschaft
  6. Christus ist Herr

 

Im Fokus der Konferenz stehen im Weiteren drei Dokumente: «The State of the Great Commission Report» steht schon zur Verfügung und erläutert wichtige Forschungsarbeit über das Christentum weltweit. «The Seoul Statement» und «The Nehemia Challenge» werden am Kongress erarbeitet, im Sinn einer Verpflichtung zum gemeinsamen Handeln.

Weitere Links

The State of the Great Commission Report

Lausanner Erklärung

Kapstadt Erklärung

 

«Ich hörte wieder Jesus’ Stimme: ‘Ich komme mit dir’»

3. September 2024 by

In einer Serie der Schweizerischen Evangelischen Allianz zum diesjährigen Flüchtlingssonntag berichten Konvertiten, die mittlerweile in der Schweiz leben, von ihrem Leben. Heute erzählt Egzon aus Kosovo, wie ihn das Hin und Her geprägt hat. 

 

Egzon Shala ist im Westen von Kosovo in einer muslimischen Familie aufgewachsen. Mit drei Geschwistern erlebte er, bis der Krieg 1999 ausbrach, eine gute Kindheit. 1999 mussten Egzon und seine Familie über Nacht fliehen und alles zurücklassen. «Ich musste mit ansehen, wie viele Häuser in unserem und den Nachbardörfern niedergebrannt wurden.» 

 

Auf der Flucht – in die Schweiz 

 

Vom Kosovo ging es nach Montenegro, nach Italien und schliesslich nach Deutschland, wo die Familie Shala einige Monate in Asylunterkünften lebte. «Wir lernten eine neue Sprache, eine neue Kultur und eine neue Umgebung kennen.» Von 1999 bis 2004 gingen Egzon und seine Geschwister dort zur Schule und fanden gute Freunde. 

 

Nach einem negativen Asylentscheid entschieden sich die Eltern von Egzon, in die Schweiz zu fliehen und dort einen Asylantrag zu stellen. «In der Schweiz fing alles wieder von vorne an: Asylverfahren, Asylzentren, neue Schule, neue Freunde, neue Sprache.» 

 

Die Traumata, die Flucht, die Asylverfahren und vieles mehr hinterliessen tiefe Spuren in Egzon. Er war frustriert von sich selbst und vom Leben. Er hatte viele Fragen über das Leben und über Gott. Durch Aktivitäten wie Kampfsport, Partys und Schlägereien versuchte er die Fragen zu unterdrücken und zu ignorieren. 

 

Suche nach Jesus 

 

In Thun, wo Egzon zur Schule ging, lernte er in der neunten Klasse seine jetzige Frau Aline kennen. Sie war Christin und glaubte an Jesus – und sie verliebten sich ineinander. «Für uns Albaner war es peinlich, in die Kirche zu gehen. Aber aus Liebe zu Aline ging ich mit in einen Gottesdienst und war positiv überrascht.» 

 

Einmal in einem Gottesdienst hörte Egzon leise die Stimme von Jesus: «Egzon, ich liebe dich, genau wie ein Schweizer.» «Die Stimme war leise, aber sie drang in mein Herz.» Nach dem Erlebnis fing er an, mit Jesus zu reden und das Neue Testament zu lesen. «Ich konnte Jesus alles erzählen, was mich beschäftigt. Durchs Lesen der Bibel verstand ich, dass Jesus am Kreuz für mich gestorben ist und meine Sünden vergeben will.» Im Alter von 18 Jahren nahm Egzon Jesus Christus als Retter und Herrn an. 

  

Abschiebung in den Kosovo 

 

Wie schon in Deutschland erhielt die Familie Shala auch in der Schweiz einen negativen Asylentscheid. «Der Asylentscheid war legitim, aber trotzdem schmerzhaft.» Nach fünf Jahren Deutschland und vier Jahren Schweiz mussten sie mit Sack und Pack zurück in den muslimischen Kosovo. Der frisch konvertierte Egzon musste also Abschied nehmen von Aline und seinen Freunden. 

 

«Wir sassen im Flugzeug nach Pristina, da hörte ich wieder diese leise Stimme von Jesus: ‘Egzon, ich komme mit dir’. Ich spürte einen Frieden und die Gewissheit, dass Jesus bei mir ist und mit mir in den Kosovo kommt.» 

 

Im Kosovo fand Egzon eine Arbeit und konnte sich in einer lokalen Gemeinde integrieren. Seine Familie hatte kein Verständnis dafür und schämte sich für Egzon. Die Kultur im Kosovo basiert stark auf Ehre und Scham, das machte die Umstände für Egzon nicht einfacher. «Heute kann ich mit voller Überzeugung sagen, dass ich den Kosovo und meine Familie von ganzem Herzen liebe.» 

 

Zurück in der Schweiz 

 

Die Beziehung mit Aline führte Egzon während seiner Zeit im Kosovo über Skype weiter. Sie beteten gemeinsam und lasen zusammen die Bibel. «Wir spürten beide, dass Gott einen Plan für uns in der Schweiz hat und ich in die Schweiz zurückkehren sollte.» Da es nicht einfach ist, als ausgeschaffte Person wieder in die Schweiz zurückzukehren, besprachen sie ihr Vorhaben mit Freunden und Familien.  

 

Nach einiger Zeit liessen sie sich auf den Papierkrieg ein und bekamen schliesslich einen Termin beim Standesamt. Im Juli 2009 heirateten Egzon und Aline. «Heute haben wir zwei Söhne und sind 15 Jahre glücklich verheiratet.»

  

Vom Beruf zur Berufung 

 

2009, als Egzon in die Schweiz zurückkehrte, begann er eine Lehre als Carrosseriesattler im Betrieb seines Schwiegervaters. «Ich liebte meinen Beruf und arbeitete mit viel Leidenschaft. Als von 2015 bis 2019 die grosse Flüchtlingswelle in die Schweiz kam, arbeitete Egzon als Tagesbetreuer in verschiedenen Asylunterkünften. «Ich durfte an vielen Alltagssituationen von Asylsuchenden teilhaben und von ihnen lernen.» Gleichzeitig absolvierte der zweifache Vater die Weiterbildung als Migrationsfachperson mit eidgenössischem Fachausweis in Biel. 

 

«Seit 2019 arbeite ich bei der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA als interkultureller Beauftragter.» Gemeinsam mit einem Team leitet er die Arbeitsgemeinschaft interkulturell, die als Kompetenzzentrum für Flüchtlingsarbeit, Migration, interkulturelle Bildung und vieles mehr fungiert. «Ich habe auch ein grosses Herz für lokale Gemeinden und arbeite darum auch Teilzeit für unsere Gemeinde GPMC Thun.» 

Beschwerde gegen Taufverbot beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht

13. August 2024 by

Die evangelische Freikirche von Cologny hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde eingelegt. Damit ficht sie die Entscheidung des Bundesgerichts vom Februar 2024 an. Dieses hatte die Entscheidung des Genfer Staatsrats bestätigt, der Kirche den Zugang zum See für die Abhaltung einer öffentlichen Taufe im Juli 2022 zu verweigern. Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA-RES und ihre Genfer Sektion (Réseau évangélique de Genève) unterstützen das Vorgehen.

 

In seinem Urteil vom 23. Februar 2024 bestätigte das Bundesgericht die Genfer Auffassung von Laizität, wonach eine Taufzeremonie im öffentlichen Raum den religiösen Frieden und die Überzeugungen anderer verletzen könnte. Für den Kanton rechtfertigt dieses «Risiko», dass zusätzlich zu den üblichen Genehmigungen für die Organisation einer öffentlichen Veranstaltung ein Verfahren zur Anerkennung der betreffenden Gemeinschaft durch den Staat erforderlich ist.

 

Gegen besorgniserregende Lücken bei der Anwendung der Religionsfreiheit

Dieses Urteil hat in der evangelischen Szene Enttäuschung hinterlassen (vgl. Medienmitteilung Bundesgericht weist Beschwerde gegen Taufverbot im Genfersee ab). Die Schweizerische Evangelische Allianz hat den Entscheid und die Argumente der Bundesrichter analysiert und ist der Ansicht, dass dieses Urteil Lücken aufweist und eine beunruhigende Entwicklung beim Zugang zum Grundrecht auf Religionsfreiheit darstellt. Sie hat die Evangelische Freikirche von Cologny daher ermutigt, den Fall vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte weiterzuverfolgen, um die Vereinbarkeit dieses Urteils mit dem internationalen Recht auf Religionsfreiheit zu überprüfen. Die Generalversammlung der Kirche beschloss, dieser Empfehlung zu folgen. Dies in der Hoffnung, dass diese schlechte Rechtsprechung mit nationalen Auswirkungen korrigiert wird.

 

Die SEA-RES verteidigt den friedlichen Ausdruck des Glaubens und der Religionsfreiheit, sowohl privat als auch öffentlich, unter Respektierung der Behörden und aller Sensibilitäten.

Nachtrag vom 9. September 2024

Die beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereichte Beschwerde wurde von diesem aus rein formalen Gründen als nicht zulässig erachtet.

 

Leben in der Schweiz mit bleibender Hoffnung

1. August 2024 by

Bild: Unsplash (Alex Presa)

Es ist ein Privileg, in einem Land zu leben, das Zieldestination vieler Menschen ist. Touristinnen und Touristen besuchen unser Land aufgrund der landschaftlichen Schönheit, den schmucken Städtchen oder der leckeren Schokolade. Andere Menschen finden hier Zuflucht und Schutz oder einen Arbeitsplatz.

 

Wir freuen uns, dass Menschen darüber hinaus noch viel mehr finden: bleibende Hoffnung in Jesus Christus. Sechs Menschen mit Migrationshintergrund, die in der Schweiz leben, erzählen, wie die Begegnung mit Jesus ihr Leben verändert hat.

 

Die SEA wünscht allen einen frohen 1. August!

Weitere Informationen

Lebensgeschichten als Video

 

Befreiung durch Gebete

29. Juli 2024 by

In einer Serie der Schweizerischen Evangelischen Allianz zum diesjährigen Flüchtlingssonntag berichten Konvertiten, die mittlerweile in der Schweiz leben, von ihrem Leben. Heute erzählt Yeshim aus der Türkei, wie sie Befreiung durch Jesus erlebt hat.

 

Yeshim wurde in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kahramanmaras geboren und wuchs dort auf. Als alevitische Kurdin erlebten sie und ihre Familie politische Spannungen. Zu dieser Zeit war Yeshim bereits mit ihrem Mann verheiratet und erwartete ihr erstes Kind. Ihr Mann reiste in die Schweiz, um ein Familien-Asylgesuch zu stellen – bald darauf durften auch Yeshim und ihre älteste Tochter nachkommen.

 

Ankunft und Integration in der Schweiz

Dadurch, dass sie kein Deutsch konnte, war das erste Jahr in der Schweiz eine grosse Herausforderung für Yeshim. Es war schwierig für sie, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. In ihrer Nachbarschaft, im Lerchenfeld Thun, organisierten einige Christen immer wieder Gemeinschaftstreffen auf dem Spielplatz. Etwa Grillfeste mit gemeinsamen Mahlzeiten usw.

 

Diese Treffen boten auch die Gelegenheit zur spirituellen Erneuerung. Es wurde für kranke Menschen gebetet, die Heilung an ihrem Körper erlebten. An einem dieser Treffen erlebte Yeshim zum ersten Mal die Kraft des Heiligen Geistes.

 

Ein neuer Weg im Glauben

Nach dem Erlebnis auf dem Spielplatz entschied sich Yeshim für ein Leben mit Jesus. Sie ging zu ihrem Pastor und sagte zu ihm: «Ich will Jesus kennenlernen.»

 

Als Kettenraucherin hatte sie den Wunsch, damit aufzuhören, aber ihr fehlte die Kraft dazu. Weil sie wusste, dass der Heilige Geist wirken kann, betete sie zu Gott: «Zeig dich mir, wenn du wirklich in die Welt gekommen bist und für unsere Sünden gestorben bis. Ich will dich spüren, Jesus. Ich will nicht mehr rauchen – hilf mir, dann weiss ich, dass es dich gibt.» Als sie das nächste Mal eine Zigarette rauchen wollte, ekelte sie sich plötzlich davor und hat seither keine Zigarette mehr geraucht. Yeshim erlebte Befreiung am eigenen Leibe.

Ein Ja zur Biodiversität ist ein Ja zu Gottes Schöpfung

29. Juli 2024 by

Bei der Biodiversitäts-Initiative, die am 22. September zur Abstimmung kommt, geht es um nichts weniger als die Lebensgrundlagen auf der Erde: Die Artenvielfalt und vielfältige Ökosysteme sorgen beispielsweise für sauberes Wasser, fruchtbare Böden und Schutz vor Naturkatastrophen. Der Erde als Gottes Eigentum Sorge zu tragen, ist ein Ausdruck der Liebe zum Schöpfer. Deshalb setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Klima, Energie und Umwelt der SEA gemeinsam mit der Koalition «Christen für Klimaschutz» für ein Ja ein und erklärt in einem Positionspapier die Beweggründe dafür.

 

«Wir können nicht behaupten, Gott zu lieben und gleichzeitig das Eigentum Christi missbrauchen, das ihm durch Schöpfung, Erlösung und Erbe gehört.» So steht es in der Kapstadt-Verpflichtung, einem der Grundlagendokumente der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA, in Kapitel 7 «Wir lieben Gottes Welt». Stattdessen fordert sie dazu auf, «für die Erde zu sorgen und ihre überfliessenden Ressourcen in verantwortlicher Weise zu gebrauchen».

 

Im Wissen um auch andere Sichtweisen sieht die Arbeitsgemeinschaft Klima, Energie und Umwelt (AKU) in der Biodiversitäts-Initiative bzw. dem geforderten Schutz und den Mitteln für den Erhalt der natürlichen Ressourcen einen Weg, um dieser Verpflichtung gegenüber Gottes Schöpfung nachzukommen. Denn die Biodiversität in der Schweiz befindet sich in einem unbefriedigenden Zustand, wie auch der Bundesrat anerkennt. Ein Drittel der heimischen Tier- und Pflanzenarten und die Hälfte der Lebensräume sind bereits gefährdet. Zudem kommt die Schweiz ihren Verpflichtungen gemäss der Internationalen Biodiversitätskonvention zum Schutz von Flächen derzeit nicht ausreichend nach. Nehmen die Arten- und die genetische Vielfalt sowie ihre Ökosystemleistungen weiter wie bisher ab, kann dies für die Menschheit bedrohlich werden.

 

Initiative lässt Spielraum offen

Unter diesen Vorzeichen die Biodiversitäts-Initiative als extrem zu bezeichnen, ist irreführend. Es liegt vielmehr im eigenen Interesse von Bevölkerung und Wirtschaft, das durch menschliche Aktivitäten verursachte Artensterben mit zusätzlichen Massnahmen zu stoppen. Solche schlägt die Initiative vor, überlässt aber die Festlegung genauer Zahlen über die zu schützenden Flächen und die notwendigen finanziellen Mittel bewusst dem Parlament als Gesetzgeber. Allfällige Interessenkonflikte können somit auf Gesetzesebene angegangen werden. Weil der Ständerat einen Gegenvorschlag von Bundes- und Nationalrat abgelehnt hat, kommt die Initiative am 22. September ohne Gegenvorschlag zur Abstimmung.

Weitere Argumente im Positionspapier der Koalition «Christinnen für Klimaschutz»

 

Orientierungspapier für eine gemeinsame Ausrichtung an der Mission Gottes

12. Juli 2024 by

Am Anfang stand eine Studie, wie in Freikirchen der Schweiz über Mission gedacht und wie missional gehandelt wird. Daraus ist unter Leitungspersonen verschiedener Kirchen und Organisationen der Wunsch entstanden, zu einer gemeinsamen Vision von Mission zu finden. In einem Orientierungspapier halten sie ihre Überlegungen für ein gemeinsames Missionsverständnis und eine zukunftsweisende Strategie fest und laden ein, sich auf ein tieferes Miteinander für die Zukunft der Mission einzulassen.

 

Die Missions- und Entwicklungsorganisation Life In Abundance (LIA) führte seit 2020 zwei Konsultationen unter Leitungspersonen freikirchlich-evangelischer Kirchen und Werke in der Deutschschweiz durch. Diese Befragungen wollten die Auseinandersetzung mit dem Thema Mission fördern und klären sowie eine agilere und organischere Zusammenarbeit ermöglichen. Die Initiative wurde unterstützt von der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA, ihren Arbeitsgemeinschaften AEM und Interaction IA sowie dem Dachverband Freikirchen.ch.

 

Die Befragungen lieferten nicht nur spannende Erkenntnisse, sondern lösten auch einen ungeplanten und umfassenden Prozess unter dem Titel «Zukunft Mission» aus. Unter den Beteiligten wuchs der Wunsch, zu einer gemeinsamen Vision von Mission zu finden. Es wurde eine Spurgruppe gebildet mit Personen der oben genannten Verbände, von Ausbildungsstätten und der Gebetsbewegung. Diese Gruppe versteht sich als informelle und interdisziplinäre Gemeinschaft zum Thema Mission und ist seit anfangs 2022 zusammen unterwegs.

 

Das vorliegende Dokument wurde von dieser Spurgruppe verfasst und fasst zusammen, was die Gruppe während ihrer geistlichen Reise von Gott empfangen hat und welche Strategien sie als zukunftsweisend für die Mission erachtet. Es ist das Ergebnis vieler Gespräche, Gebetszeiten und Studienreisen. Es ist eine Einladung an alle, die die Sehnsucht nach freundschaftlichem und Geist geleitetem Miteinander teilen.

Download PDF
Orientierungspapier Prozess Zukunft Mission

 

Bestellung
Orientierungspapier bestellen

 

Dossier «Zukunft Mission»
Weiterführende Unterlagen zum Thema können online eingesehen werden.

 

Spurgruppe Zukunft Mission
Andi Bachmann-Roth, Thomas Eggenberg, Michael Girgis, Christian Haslebacher, Julia Henke, Beat Leuthold, Jürg Pfister, Karin Roll, Esther Rüegger-Kaspar, Rachel Stoessel.

 

Innere Veränderung trotz äusserer Beständigkeit

3. Juli 2024 by

In einer Serie der Schweizerischen Evangelischen Allianz zum diesjährigen Flüchtlingssonntag berichten Konvertiten, die mittlerweile in der Schweiz leben, von ihrem Leben. Heute erzählt Ahmedin aus Äthiopien, warum er begann, in der Bibel zu lesen.

 

Ahmedin, aufgewachsen in einer muslimischen Familie in Äthiopien, wurde schon früh im Islam unterrichtet – er studierte mit seiner Grossmutter den Koran und betete jeweils fünfmal täglich. Dann wurde in seiner Schule einmal der Jesus-Film gezeigt – dieser Film veränderte die Sicht von Ahmedin und änderte schlussendlich sein ganzes Leben.

 

Gott kann nicht sterben?!

Im Jesus-Film sieht man die Szene, wie Jesus am Kreuz hängt und stirbt. Ahmedin fragte sich, wie ein Gott sterben kann. Im Islam ist Gott jemand, der stark und mächtig ist, nicht jemand, der erbärmlich am Kreuz stirbt. Er begann daraufhin, jeden Morgen die Bibel zu lesen und mit einem Pastor auszutauschen. Der Pastor erklärte ihm, wer Jesus ist und warum er am Kreuz sterben musste. «Jesus starb am Kreuz für meine Sünden. Jesus starb nicht, weil er schwach war, sondern aus Liebe.» Der Tod am Kreuz zeige, dass Jesus die Menschen liebt und dass er sich selbst hingab für uns.

 

Innere Veränderung durch Jesus

Nachdem er dies begriffen hatte, nahm Ahmedin Jesus als Retter und Erlöser an. Nach der Entscheidung begann ein innerlicher Veränderungsprozess. Äusserlich hat sich scheinbar nichts verändert. Ahmedin trägt immer noch das Kufi, eine randlose, kurze und abgerundete Mütze, die von vielen Männern in Afrika getragen wird. «Innerlich fühle ich Frieden und die Angst vor dem Tod ist verschwunden. Ich weiss, dass ich nach dem Tod in den Himmel komme und Jesus treffen werde.»

 

In Matthäus, Kapitel 11, Vers 28 sagt Jesus: «Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.» Diesen Frieden, den Jesus dort verspricht, hat Ahmedin in seinem Leben erfahren.

 

Glauben in der Familie

Nach seiner Bekehrung kehrte Ahmedin zu seiner Familie zurück. Sie bemerkte die Veränderungen, die sich in seinem Leben zeigten. «Ich begann, meiner Familie und Freunden von Jesus zu erzählen.»

 

Ahmedin realisierte, dass er rein aus Gnade errettet ist – nicht wegen seiner guten Werke oder weil er viel glaubt. «Glaube, der Werke hervorbringt, ist gut, aber es ist nicht heilsentscheidend.» Einige Familienmitglieder von Ahmedin nahmen Jesus auch als ihren Erlöser an.

  • Previous
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • …
  • 23
  • Next
Newsletter Infos Bestellen Spenden Einzelmitglied werden Kollektivmitglied werden
  • Kontakt

    Schweizerische Evangelische Allianz SEA
    Josefstrasse 32
    8005 Zürich
    Tel 043 344 72 00
    info@each.ch

    Telefonisch erreichen Sie uns wie folgt:
    Montag und Mittwoch: 13:30 – 17:00 Uhr
    Dienstag und Donnerstag 08:00 – 12:00 /
    13:30 – 17:00 Uhr

    © 2025 SEA. Alle Rechte vorbehalten.
    Design by Weiter® Switzerland
    • Medienstelle
    • Stellungnahmen
    • Mitglieder
    • Unsere Vision
    • Unsere Leitsätze
    • Unser Netzwerk
    • Réseau évangélique suisse
    • Offene Stellen
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
  • Social media

  • Unser Engagement
    ▼
    • Arbeitsgemeinschaften
      ▼
      • Evangelischer Missionen (AEM)
      • Forum Ehe+Familie (FEF)
      • Religionsfreiheit (AGR)
      • Glaube und Behinderung (GUB)
      • Interaction (IA)
      • Interkulturell
      • Jugend
      • Klima, Energie, Umwelt (AKU)
      • Kunst & Kultur (ARTS+)
      • Landeskirchen-Forum (LKF)
      • Medien (AGM)
      • Politik (AGP)
      • Institut für Islamfragen
    • Gebetsanlässe
      ▼
      • 40 Tage Gebet und Fasten
      • 30 Tage Gebet für die islamische Welt
      • Sonntag der verfolgten Kirche (SVK)
      • Prayday
      • Flüchtlingssonntag
    • Aktuelle Themen
    • Stellungnahmen
    • Verteilzeitung «Hope»
    • SEA Fokus
    • Veranstaltungen
    • Ehrenkodex
    • Medienstelle
      ▼
      • Medienmitteilungen
      • Bilder & Clips
    • FAQ´s für Medienleute
  • Unser Miteinander
    ▼
    • Einzelmitgliedschaft
    • Kollektivmitgliedschaft
    • #SEAFreundin/#SEAFreund
    • Mitglieder
      ▼
      • Sektionen
      • Kirchgemeinden ohne Sektion
      • Werke
      • Jugendallianzen
  • Mitmachen
    ▼
    • Einzelmitglied werden
    • Kollektivmitglied werden
    • #SEAFreundin/#SEAFreund werden
    • Offene Stellen
      ▼
      • Bereichsleitung Kommunikation/Medien (80-100%)
    • Freiwillige Mitarbeit
    • Finanzen
    • Spenden
    • Kollekten – Vorlagen
    • Informiert sein
      ▼
      • SEA Info
      • Newsletter „SEA aktuell“
      • Medienmitteilungen
  • Wer wir sind
    ▼
    • Unsere Vision
      ▼
      • Gemeinschaft fördern
      • Gesellschaft verändern
      • Glauben teilen
    • Unser Netzwerk
      ▼
      • Nationale Allianz
      • Europäische Evangelische Allianz (EEA)
      • Weltweite Evangelische Allianz (WEA)
    • Glaubensbasis
    • Geschichte
    • Unser Team
    • Unser Vorstand
    • Jahresberichte
    • Bestellungen
    • Clearing-Stelle
  • News