Each

  • HOME
  • KONTAKT
  • SPENDEN
  • RES (français)
  • Unser Engagement
      • Arbeitsgemeinschaften
        • DenkBar
        • Evangelischer Missionen (AEM)
        • Forum Ehe+Familie (FEF)
        • Gemeinsam gegen Grenzverletzungen
        • Generosity
        • Glaube und Behinderung (GUB)
        • Interaction (IA)
        • Interkulturell
        • Jugend
        • Klima, Energie, Umwelt (AKU)
        • Kunst & Kultur (ARTS+)
        • Landeskirchen-Forum (LKF)
        • Medien (AGM)
        • Perspektive 3D
        • Politik (AGP)
        • Religionsfreiheit (AGR)
        • Institut für Islamfragen
      • Gebetsanlässe
        • Allianzgebetswoche
        • 40 Tage Gebet und Fasten
        • 30 Tage Gebet für die islamische Welt
        • 15 Tage Gebet für die Welt des Hinduismus
        • 15 Tage Gebet für die Welt des Buddhismus
        • Prayday
      • Themensonntage
        • Sonntag für unsere Nächsten
        • Sonntag der verfolgten Kirche (SVK)
        • Flüchtlingssonntag
        • Veranstaltungen
        • Stellungnahmen
        • Aktuelle Themen
      • Publikationen
        • Verteilzeitung «Hope»
        • SEA Fokus
      • Medienstelle
        • Medienmitteilungen
        • Bilder
        • FAQ´s für Medienleute
      • Externe Dienste
        • Ehrenkodex
        • Clearing-Stelle
        • Armeeseelsorge
      • Buche einen Allianz-Speaker
  • Unser Miteinander
    • Einzelmitgliedschaft
    • Kollektivmitgliedschaft
    • Mitglieder
      • Sektionen
      • Kirchgemeinden ohne Sektion
      • Werke
  • Mitmachen
      • Einzelmitglied werden
      • Kollektivmitglied werden
      • Informiert sein
        • SEA Info
        • Medienmitteilungen
        • Newsletter „SEA aktuell“
      • Spenden
      • Kollekten – Vorlagen
      • Offene Stellen
      • Freiwillige Mitarbeit
  • Wer wir sind
    • Unsere Vision
      • Gemeinschaft fördern
      • Gesellschaft verändern
      • Glauben teilen
    • Geschichte
    • Glaubensbasis
    • Unser Team
    • Unser Vorstand
    • Unser Netzwerk
      • Nationale Allianz
      • Europäische Evangelische Allianz (EEA)
      • Weltweite Evangelische Allianz (WEA)
    • Unsere Botschafter
    • Jahresberichte
    • Bestellungen
    • Unsere Partnerschaften
    • Unsere Leitsätze
  • News
>
News

Mit welcher Linse sehen wir Migranten?

12. September 2023 by

Einmal im Jahr gestaltet die Arbeitsgemeinschaft interkulturell der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA eine interkulturelle Tagung. Anfang September kamen rund 110 Personen aus verschiedenen Kulturen und Generationen nach Olten, um inspiriert und ermutigt zu werden und sich zu vernetzen. Dieses Jahr ging es um das Thema «#onemission – move together».

 

Den Start der Konferenz machte Dr. Israel Olofinjana, der vor 20 Jahren als Missionar von Nigeria nach England gesendet worden war. Er hielt Europa den Spiegel vor, dass Migranten oft auf statistische Zahlen reduziert werden. «Will Gott, dass wir Menschen so behandeln? Die Bibel sagt, dass wir alle nach Gottes Ebenbild geschaffen sind und ihn widerspiegeln.» Olofinjana plädierte dafür, dass die Wahrnehmung der Kirche über Migration von diesem Punkt aus startet. Und sie soll wahrnehmen, dass christliche Migranten etwas zu bringen haben. Viele von ihnen haben Leiden erlebt und können so das Kreuz von Jesus glaubwürdig verkünden. «Ich habe eine Vision für die europäischen Kirchen, dass sie das Geschenk erkennen, das Gott ihnen mit Migrationskirchen macht, und beide gemeinsam wirklich das himmlische Königreich reflektieren.»

 

Aufruf zur Einheit unter Christen

Im zweiten Plenum kam die Schweizer Seite zu Wort. Peter Schneeberger, der Präsident von Freikirchen.ch, stellte die Gemeinde in Antiochia (vgl. Apostelgeschichte 11 und 13) als nachahmenswertes Beispiel vor. Eine noch so kleine Kirche kann sich ebenfalls für Migranten und Migrantinnen einsetzen und gemeinsam mit ihnen Gottesdienst feiern. Auch in kleinen Gemeinden wirkt Gott durch und mit Migranten für ein liebevolles Miteinander. Angst und Sprachhindernisse sollten keine Hürden darstellen, um zusammen Gott zu loben und zu ehren.

 

Die SEA-Co-Generalsekretärin Viviane Krucker-Baud rief zur Einheit unter Christinnen und Christen auf. Sie bezog sich auf Epheser 2, 11-22 und betonte: «Durch Jesus Christus und seinen Tod am Kreuz sind alle Bürger des Himmels und gehören zu Gottes Familie. In Christus wird alles Unmögliche möglich. Das Evangelium gilt allen Nationen. Kirchgemeinden sind selbstverständlich nicht vor Konflikten verschont, gerade interkulturelle Gemeinden. Aber da Jesus am Kreuz starb, hat Gott Menschen aus verschiedenen Kulturen miteinander versöhnt. Wir sind Gemeinde und Einheit über die Kulturen hinweg. Christus macht uns eins.»

 

Miteinander bedingt Planung und Raum für Spontanes

Zum Start des Nachmittagsprogramms trafen sich die Teilnehmenden in einem Dutzend herkunftsmässig durchmischten Gruppen, um miteinander auszutauschen, wie Brücken zwischen internationalen und Schweizer Gemeinden verstärkt werden können. Die Feedbackrunde brachte zum Vorschein, dass eine gute Mischung von Herangehensweisen am ehesten zielführend ist. Ohne bewusste Kontaktaufnahme geschieht kaum etwas: Es braucht Überzeugung und Planung, um die Komfortzone zu verlassen. Umgekehrt ist Raum für Spontaneität und die Leitung durch den Heiligen Geist entscheidend.

 

In der zweiten Nachmittagshälfte wurden verschiedene Workshops angeboten:

 

  • «Unsichtbare Welt & geistliche Kampfführung» aus einer afrikanischen theologischen Perspektive
    Referent: Rev Dr. Israel Oluwole Olofinjana
  • «Gemeinsam evangelisieren – mehr Power?!»
    Referenten: Anaclet Mitendo und Johannes Müller
  • «Wie gelingt interkulturelle Gemeinde?»
    Referenten: Werner Spalinger und Yones Mosayebzadeh
  • «Hilfe! Ist die Schweiz wirklich so kompliziert?»
    Referent: Peter Schneeberger

 

Eine neue Sichtweise

Migranten, nicht zuletzt die Christen unter ihnen, als ein Geschenk Gottes an die Schweiz sehen –Israel Olofinjanas Aufruf zu einer neuen Sichtweise bleibt haften. Die Tagung zeigte etwas von dem Potenzial, wenn sich Christen verschiedener Herkunft nicht nur auf Augenhöhe begegnen, sondern gemeinsam für Gottes Reich engagieren. Der Weg ist noch weit, aber gerade die ermutigende Durchmischung der Teilnehmenden gibt Anlass zu Hoffnung.

 




 

Kontakt

Arbeitsgemeinschaft interkulturell
der Schweizerischen Evangelischen Allianz
Postfach 9 | 3608 Thun | Schweiz
www.interculturel.info
interculturel[@]each.ch

Zur ersten Hope Schweiz: «Es menschelt!»

11. September 2023 by

SEA-Kommunikationsleiterin Daniela Baumann (39) und Livenet-Chefredaktor Florian Wüthrich (40) bilden neu das Leitungs-Duo der Hope-Redaktion. Zur Veröffentlichung der ersten nationalen Ausgabe fühlen sich die beiden etwas auf den Zahn.

 

Daniela, bist du grundsätzlich eine optimistische Person?
Daniela Baumann:
Ehrlich gesagt wäre ich gern etwas optimistischer. Ich habe den Hang, eher das Negative als das Positive zu sehen. Das fiel mir kürzlich wieder auf, als ich in einem Zug sass, der wegen einer technischen Störung auf offener Strecke stehenblieb. Sofort malte ich mir aus, was es nun für meine weiteren Pläne bedeuten würde, wenn wir stundenlang steckenbleiben sollten. Tatsächlich aber fuhr der Zug nach fünf Minuten bereits weiter. Ich mache mir schnell mal Sorgen, die sich im Nachhinein oft als unbegründet erweisen. Dennoch würde ich mich nicht als «hoffnungslosen Fall» bezeichnen, sondern durchaus als ein Mensch mit Hoffnung. Im grossen Ganzen glaube ich daran, dass alles gut kommt.

 

Wie hast du’s mit der Hoffnung, Flo?
Florian Wüthrich:
In den allermeisten Fällen kippe ich tatsächlich auf die hoffnungsvolle Seite. Ich rechne an jedem Tag damit, positiv von Menschen oder Umständen überrascht zu werden. Dabei trägt mich ein tiefes Gottvertrauen. Mit dieser Haltung fahre ich gut, weil ich so meine Antennen stets ausgestreckt habe für das Schöne, das sich in dieser Welt entdecken lässt. Natürlich falle ich manchmal grausam auf die Nase, werde enttäuscht, aber das gehört zum Leben. Ich liebe es, etwas bewegen und gestalten zu können. Von daher nervt mich die aktuelle Kultur der Passivität und Angst. Mit Menschen, die oft kritisieren, aber selten Verantwortung übernehmen, habe ich Mühe.

 

Und was nervt dich, Daniela?
Daniela Baumann:
Foodwaste und Hundehalter, die ihre Vierbeiner nicht im Griff haben! Ich weiss nicht genau, weshalb, aber das kann mich so richtig in Rage versetzen – was bei mir selten der Fall ist. Im Nachhinein muss ich mir jeweils eingestehen, dass meine Reaktion übertrieben war. Ich weiss im Einzelfall ja meist nicht, was die Hintergründe für das irritierende Verhalten waren. Insofern geht es mir ähnlich wie dir: Ich wünschte mir für unsere Gesellschaft weniger Nörgelei an- und mehr Barmherzigkeit miteinander. Das wichtigste Argument dafür ist mir die Aufforderung von Jesus in der Bibel: «Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist.»

 

Aber sag mal, Flo, was hat das mit dieser Zeitung zu tun?
Florian Wüthrich:
Es menschelt! Dafür steht unsere Zeitung auf jeden Fall. Sie zeigt Menschen und ihre Wege, das Leben nicht nur zu überleben, sondern darin einen Sinn zu finden. Wir sitzen ja alle im gleichen Boot in diesem grossen Mysterium Leben, das im Tod mündet. Doch wie nutzen wir die Zeit, die wir haben? Was treibt uns innerlich an? Wie haben wir’s mit dem Glauben? Solche Fragen interessieren uns als Hope-Redaktion. Wir wollen aber nicht beim blossen Abbilden von Lebensgeschichten stehenbleiben, sondern auch darüber berichten, wie sich Leben zum Guten verändern kann. Was gab dieser Person den Mut, Risiken einzugehen? Was gab ihr die Kraft, Schweres auszuhalten? Und was kann ich daraus für mein Leben lernen? So wirkt Hoffnung immer als treibende Kraft. Sie bringt uns in Bewegung und hilft uns, Passivität zu überwinden.

Die neue Hope Schweiz ist da!

Weitere Informationen und Bestellung

 

Das Älterwerden als Gewinn entdecken

5. Juli 2023 by

Am 2. Inspirationstag der Arbeitsgemeinschaft «Perspektive 3D» in Winterthur kamen knapp 100 Menschen aus verschiedenen Gemeinden zusammen, um voneinander zu lernen, wie das dritte Drittel des Lebens in Kirchen sowie privat glaubensstark und mündig gestaltet werden kann. Der Inspirationstag war ein weiterer Schritt hin zu einer Bewegung, welche das Thema Älterwerden in den Kirchen und der Gesellschaft positiv und glaubensstark prägen soll. 

 

Am Inspirationstag bekamen die Teilnehmenden vielfältige Einblicke in lebendige Projekte mit und für Menschen aus dem dritten Drittel des Lebens. So berichtete Johannes Wirth vom generationenübergreifenden Wohnen im Town Village Winterthur. Christoph Leu und Michel Kurz erzählten von ihrer Generationenkirche Jahu in Biel und das Team der Proaging Initiative in Winterthur gab Einblick in ihren monatlichen Austausch zu einem altersrelevanten Thema und den Seminarangeboten. Wieland Müller von Chrischona Deutschland verhalf zu einem Blick über die Grenze. So gelingt dem Nachbarland, ausgezeichnete Stammtische mit verschiedenen Themen zu veranstalten. 

 

Alter ist kein Abstieg, sondern ein Gewinn 

Inhaltlich prägte Markus Müller den Inspirationstag mit prägnanten und inspirierenden Impulsen. Er ermutigte, den Kontinent Alter mit viel Abenteuerlust zu entdecken. Dies sei ein lohnendes und gesellschaftsveränderndes Abenteuer. Müller skizzierte dazu zehn Leitlinien, die auf dieser Entdeckungsreise helfen können. «So ist Alter kein Problem, kein Abstieg, sondern ein Gewinn. Beim Entdecken des Kontinent Alter verändert sich auch der Glaube. Das ist in Ordnung und darf bejaht werden. Wenn wir die Bibel aus der Perspektive des mündigen Älterwerdens lesen, sind wahre Schätze zu entdecken», so Markus Müller. Er führte dies am Beispiel der Geschichten von Personen verschiedener Generationen aus: Samuel, Hanna und Eli. 

 

Ein Tag voller Hoffnung 

Christa Gasser, die Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Perspektive 3D, führte engagiert durch diesen Tag und der Berner Troubadour Ädu entlockte den Zuhörenden mit seinen Liedern manches Schmunzeln. Am Nachmittag wurden in Workshops Fragen ausgetauscht und diskutiert – so zu Humor im Alter, dem Umgang mit den «Gespenstern des Alters» und vielem mehr. Eine Teilnehmerin berichtet: «Für mich war es ein Tag voller Hoffnung, der zeigte, wie es möglich werden kann, aus dem Glauben an Christus das Älterwerden zu gestalten.» Die Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz, Perspektive 3D, hat den Wunsch von einer Bewegung, die den aktuellen Umgang mit dem Alter in der Gesellschaft und den Gemeinden erneuert. 

 

Weitere Infos und die Beiträge des Inspirationstages zum Download gibt es hier.

 

 

«Extrem aufregender und inspirierender» Weiterbildungstag

13. Juni 2023 by

Der Weiterbildungstag «Kommunikation und Medien» in Aarau traf einen Nerv: Die über 230 Anmeldungen haben die Erwartungen der Veranstalter – Dachverband Freikirchen.ch und Schweizerische Evangelische Allianz SEA mit zahlreichen Partnern – weit übertroffen. Der Anlass findet deshalb auch nächstes Jahr statt.

 

Die Echos auf das Keynote-Referat und die zwölf verschiedenen Workshops sind begeisternd: «Dieser Tag war einfach spitze! Top organisiert, sehr inspirierend und es gab viele schöne Begegnungen. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr», schrieb ein Pastor nach dem Anlass. Die Leiterin Kommunikation einer NPO ergänzte: «Ich habe den gesamten Tag als extrem aufregend und inspirierend erlebt. Es war von A bis Z einfach nur gelungen. Ich freue mich schon auf den Weiterbildungstag im 2024.» Aufgrund des grossen Bedürfnisses wird der Tag auch 2024 durchgeführt, voraussichtlich am Freitag, 31. Mai.

 

Drei Anker der Kommunikation

Die Herausforderungen in der Kommunikation wurden gleich zu Beginn deutlich: Online konnten die Gäste ihre aktuellen Gefühle ausdrücken. Dabei wurden Begriffe wie anstrengend, herausfordernd und schwierig oft genannt – aber auch spannend, interessant und Freude. «Wir haben immer mehr Kanäle, aber weniger Ressourcen, um sie zu bewirtschaften – und es gibt einen Markt neuer Möglichkeiten», hielt der deutsch-japanisch stämmige Klaus Motoki Tonn in seiner Keynote fest. Er nannte drei Anker für die Kommunikation: in der Sprache des Gegenübers sprechen, bildhaft Geschichten erzählen sowie musikalisch und kunstvoll kommunizieren. Unser Gehirn kann viel besser Liedtexte speichern als eine Seite des Lieblingsbuches. Motoki folgerte daher: «Schreibe Musik, nicht nur Wörter. Kommunikation muss mich, meine Realität, immer betreffen, mich berühren und etwas bewegen. Wir treffen keine Entscheidung im Leben ohne Emotionen.» Im interaktiv gestalteten Referat liess Motoki die Gäste zum Beispiel mit Bildern eigene Geschichten erzählen.

Weitere Informationen

Bericht auf Livenet: «Weiterbildung Medien: Wie kommuniziert deine Kirche?»

 

Ein starkes Commitment zur finanziellen Stärkung der Allianz

6. Juni 2023 by

Die beiden Co-Generalsekretäre der SEA, Viviane Krucker-Baud und Andi Bachmann-Roth, stehen den Delegierten Rede und Antwort.

Wir leben in einer Zeit der Polarisierung und immer hitzigeren Debatten. Dr. Michael Berra brachte den rund 90 Zuhörenden an der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA in Zürich die Erkenntnisse des Theologen Emil Brunner näher, im Blick auf Herausforderungen unserer Zeit wie den Umgang mit unterschiedlichen Standpunkten. Die Delegierten wählten ausserdem Marc Jost in den Vorstand und erhöhten die Mitgliederbeiträge ab 2024. 

 

Der promovierte Theologe Michael Berra betonte, dass Emil Brunner, obwohl er im letzten Jahrhundert wirkte, eine Theologie für das 21. Jahrhundert entwickelt hatte: Wahrheit muss als Begegnung verstanden werden. In Jesus können unterschiedliche Standpunkte in der Begegnung zusammenkommen. 

 

Die menschliche Sehnsucht nach Wahrheit und Versöhnung 

Wahrheit findet in der Begegnung statt. Und weiter: «Gott ist in Jesus Mensch geworden, er ist die Wahrheit, die personale Wahrheit, das Gegenüber. Wenn Jesus spricht: ‹Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, ich bin das Leben›, dann ist das kein Lehrsatz. Er ist nicht einfach gekommen, die Wahrheit zu bringen, sondern er ist die Wahrheit in Person.»  

 

Brunner stand mit dieser Überzeugung damals zwischen den Fronten, er war den Liberalen zu fromm und den Frommen zu liberal. Generell war Brunners Leben geprägt von vielen Aufs und Abs, durch die Depression seiner Frau, den frühen Verlust von zwei seiner vier Söhne und die theologischen Auseinandersetzungen mit dem Zeitgenossen Karl Barth. Auf dem Sterbebett sehnte sich Brunner allerdings nach einer Versöhnung mit Barth und erhielt sie in Form eines Briefes. Auch wenn Brunner und Barth sich bis kurz vor seinem Tod heftig gestritten haben, versöhnten sie sich am Ende unter Berufung auf Gottes gnädiges Ja zu jedem Menschen. 

 

Höhen und Tiefen bei der SEA  

Im Anschluss teilte die SEA bei der Geschäftssitzung im Rückblick die schönen, wie auch die schweren Momente des vergangenen Jahres mit den Gästen und Delegierten. Die vielen Projekte und Veranstaltungen über Kirchengrenzen hinweg gehörten zu den Highlights. Die SEA bietet Hilfe als Brückenbauerin und Plattform für die Allianzsektionen. Beispielsweise bei der Aufklärung über die Sekte «Shincheonji», bei der Durchführung des PraiseCamps, im Projekt «Zukunft Mission» oder dem «International Leaders Meeting». 

 

Leider kamen die finanziellen Einnahmen und Ausgaben nicht wie gewünscht zusammen. 2022 war ein verlustreiches Jahr für die SEA, unter anderem wegen gestiegener Lohnkosten und eingebrochener Spendeneinnahmen. 

 

Erhöhung der Mitgliederbeiträge ab 2024 

Die aktuelle finanzielle Lage ist aber nur ein sekundärer Grund für den Vorschlag des Vorstands, ab 2024 Mehreinnahmen aus den Mitgliederbeiträgen zu generieren. Primär will er auf die Tatsache reagieren, dass die Arbeit der SEA in den letzten zehn Jahren umfassender geworden ist. Beispielhaft seien die zielgerichteten Investitionen in den Bereichen Jugend, Interkulturell und politisches Lobbying, die zentrale koordinierende Rolle in Krisen wie dem Krieg in der Ukraine und das Mitprägen von gesellschaftlichen Entwicklungen erwähnt. Gleichzeitig hat die SEA Massnahmen ergriffen, um Ausgaben zu reduzieren. So wurde die Mietfläche im neuen Büro um die Hälfte reduziert, Delegationen für Reisen werden verkleinert und mit Kooperationen sollen weiter Ressourcen gespart werden. 

 

Deutlich unterstützten die anwesenden Stimmberechtigten den Grundsatz, dass die Mitgliederbeiträge für Einzel- wie Kollektivmitglieder erhöht werden sollen. Nach konstruktiven Fragen bevorzugte eine Mehrheit eine Erhöhung des Einzelmitgliedschafts-Beitrags auf CHF 150.- (bisher 120.-) sowie des Kollektivmitgliedschafts-Beitrags auf CHF 430.- (bisher 365.-).

 

Im Vorstand standen einzelne Erneuerungswahlen an. Sowohl die reformierte Pfarrerin Kati Rechsteiner als auch Peter Schneeberger, Präsident des Dachverbands Freikirchen.ch, schafften die Wiederwahl problemlos. Wieder und doch in einer neuen Rolle in den Vorstand gewählt wurde zudem Marc Jost, Nationalrat und bis vor einem halben Jahr Co-Generalsekretär der SEA. 

 

Nächstes Jahr findet die Delegiertenversammlung am Freitag, 3. Mai, statt. Bis dahin hofft die SEA auf ein weiteres Jahr der Begegnungen und des Zusammenkommens.  

Referat von Dr. Michael Berra

Video über die Stimme der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen

Weitere Informationen

Die Delegiertenversammlung in Bildern 

Bericht auf Livenet: «Wahrheit kann nicht subjektiv sein»

Wie «Shincheonji» junge Christen auf Abwege führt

10. Mai 2023 by

Bereits seit 2016 in der Schweiz aktiv, sorgt die südkoreanische Sekte «Shincheonji» in den letzten Monaten zunehmend für Unruhe besonders unter jungen Christinnen und Christen. Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA und die unter Studierenden tätigen Organisationen VBG und Campus Live sensibilisieren in Zusammenarbeit mit relinfo für die raffinierten Methoden, mit denen die Sekte offensiv neue Mitglieder anwirbt.

 

An einer Informationsveranstaltung berichtete die Fachstelle relinfo, was sie aufgrund ihrer Recherchen und insbesondere im Gespräch mit Betroffenen über «Shincheonji» herausgefunden hat. Ergänzt wurden diese Ausführungen von persönlichen Einblicken einer jungen Frau, die selbst drei Jahre lang Mitglied der Sekte war. Dies erlaubte es den Anwesenden, darunter auch direkt Betroffene, sei es im privaten oder beruflichen Kontext, sich ein Bild von der Problematik, aber auch den Präventions- und Interventionsmöglichkeiten zu machen.

 

Diverse Merkmale problematischer Gemeinschaften erfüllt

«Shincheonji» ist Koreanisch und heisst auf Deutsch «Neuer Himmel und neue Erde». In der Art und Weise, wie diese sogenannte Neuoffenbarungsreligion organisiert ist, wie sie missioniert, sowie an den vermittelten Glaubensinhalten lassen sich zahlreiche kritische Anzeichen erkennen, die für die Sektenhaftigkeit dieser Organisation sprechen.

 

Täuschung, Kritikverbot

Die Zielgruppe sind primär 18- bis 25-jährige, am christlichen Glauben und der Bibel interessierte junge Menschen. Deren Ansprache geschieht vor allem über soziale Medien und gezielt im öffentlichen Raum, beispielsweise in der Nähe von Kirchen. Dabei wird die Identität meist verschleiert. Es wird darum gebeten, an einer Umfrage teilzunehmen, wobei die Fragen auffallend persönlich sind. Ziel ist es, Informationen über die aktuelle Lebenssituation der Person zu erhalten und abzuschätzen, ob sie zur Zielgruppe gehört.

 

Wer sich zur Teilnahme an einem Bibelkurs überzeugen lässt, wird bezüglich der Identität der anderen Kursteilnehmer getäuscht. Die Sitznachbarn sind in Wahrheit bereits Mitglieder der Sekte und haben die Aufgabe, allfällige Zweifel bei den Neuen zu entkräften, Kritik abzuwehren und die vermittelten Inhalte zu verstärken. Man wird intensiv begleitet und betreut, umgekehrt wird der Kontakt zum Umfeld ausserhalb mehr und mehr unterbunden. Allein schon das geforderte zeitliche Engagement für Schulungen und Gottesdienstbesuche verunmöglicht es, das bisherige Sozialleben weiterzuführen.

 

Führungskult, Exklusivität

Inhaltlich vermittelt der Kurs, dass es eine gute und eine böse Gruppe von Menschen gibt, wobei «Shincheonji» die guten, alle anderen die bösen sind. Die Kirche führe ins Verderben, nur «Shincheonji» werde gerettet. Der Gründer Man-Hee Lee hat sich selbst zum König des Universums gekrönt und versteht sich als Engel, der das Neue Testament erfüllt, und seine Worte als Worte Gottes.

 

Voraussetzungen für die Mitgliedschaft («Übergang vom Tod zum Leben») sind drei Schulungen, die Akzeptanz des Führers, drei- bis viermal wöchentliche Präsenz an Veranstaltungen und bestandene Tests.

 

Abzocke

Von Mitgliedern wird mindestens die Abgabe des zehnten Teils des Einkommens erwartet. Zudem finanziert sich die Gemeinschaft über verschiedene Tarnorganisationen, die beispielsweise vorgeben, Friedensarbeit zu leisten.

 

Love-Bombing, Drohungen, Meidung von Ehemaligen

Interessierte werden mit Komplimenten überschüttet und umgarnt. Will man jedoch aussteigen, wird ein hoher psychischer Druck ausgeübt. Wem es gelingt, diesem Druck über längere Zeit nicht nachzugeben, wird schliesslich fallengelassen und der Kontakt abgebrochen.

 

Immer ein offenes Ohr haben

Laut relinfo ist es im Umgang mit Menschen in einer problematischen Gemeinschaft am wichtigsten, den Kontakt unter allen Umständen aufrechtzuerhalten und zu signalisieren, stets für die Person da zu sein. Dies bestätigt auch die Aussteigerin: Eine grosse Schwierigkeit beim Ausstieg sei die Abkapselung von ihrem früheren Umfeld gewesen. Präventiv ist vor allem Sensibilisierung und Information zentral, damit Menschen die Problematik erkennen können, bevor sie der Gemeinschaft beitreten.

 

Informationsbroschüre in Erarbeitung

Die Ausmasse sind in der Schweiz bislang überschaubar. Es gibt eine Gemeinde von «Shincheonji» in Zürich mit geschätzten 250 Mitgliedern sowie eine in der Westschweiz. Doch die Zahl derjenigen, die zu rekrutieren versucht werden, ist ungleich grösser, denn viele steigen wieder aus, bevor sie richtig drin sind. Das bestätigen sowohl die Häufigkeit von Anfragen zu «Shincheonji» bei relinfo – eine Handvoll pro Woche – als auch die Erfahrungen von SEA, VBG und Campus Live.

 

Im Auftrag der drei Organisationen erarbeitet relinfo derzeit eine Broschüre mit allem Wissenswerten über «Shincheonji». Sobald sie bereit ist, wird sie über die Kanäle der SEA zugänglich sein.

Weitere Informationen

Video von SRF Impact (mit Jaël Binggeli, SEA-Jugendbeauftragte)

Video von brave beLIFE

 

Mit Glauben zum Glück

28. April 2023 by

Hauptreferent René Hefti, SEA-Co-Generalsekretär Andi Bachmann-Roth, Josua Schöchli und Matthias Egg (beide DenkBar, v.l.) vertieften die Erkenntnisse im Dialog mit dem Publikum.

Macht Glaube glücklich? Was meint Glück? Verspricht die Bibel dem Christen überhaupt Glück? Fragen über Fragen, zu denen die DenkBar, eine Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA, Fachpersonen aus unterschiedlichen Disziplinen miteinander ins Gespräch brachte. Dies öffnete ein Fenster in ein noch relativ wenig erforschtes Gebiet und in komplexe Zusammenhänge.

 

René Hefti, ehemaliger Chefarzt der Klinik SGM in Langenthal, kann durchaus als Schweizer Pionier auf dem als «Spiritual Care» bekannten Forschungsgebiet bezeichnet werden. Er setzt sich mit dem Forschungsinstitut für Spiritualität und Gesundheit (FISG) dafür ein, dass die spirituelle Dimension im Gesundheitswesen stärker berücksichtigt wird. Denn – dies zeigen diverse Studien aus aller Welt unter Einbezug verschiedener Religionen – Glauben hängt mit dem Wohlbefinden von Menschen zusammen.

 

So zitierte Hefti aus einer US-Studie, wonach das religiöse und spirituelle Leben für 62 Prozent der Befragten ein Faktor für ihr Glücksempfinden ist. Auf die Frage, was sie tun, um ihre Stimmung zu heben, nannten die Studienteilnehmer am dritthäufigsten Gebet und Meditation. Andere Studien differenzieren zwischen intrinsischer und extrinsischer religiöser Orientierung oder zwischen privater und organisierter Religiosität. Ein Zusammenhang mit Glück liess sich nur bei intrinsischer und privater Religiosität nachweisen. Mit anderen Worten: Nur wer aus eigenem Antrieb sein Glaubensleben sowie eine persönliche Gottesbeziehung pflegt, tut etwas für sein Glück.

 

Besonders engagiert diskutiert wurde über Einflussfaktoren, die bei der Verbindung von Glauben und Glück mitspielen. So könnte der eigene Anspruch, als gläubige Person glücklich sein zu müssen, die Selbsteinschätzung des Glücks beeinflussen. Glaube kann beispielsweise über die daraus resultierende soziale Integration oder das Wissen um Zugehörigkeit bzw. Beheimatung zu mehr Glück führen. Und Glücksgefühle sind durch ein komplexes System von Faktoren, auch biologische, bedingt. Auch die Fachleute in der Runde konnten keine abschliessenden Antworten geben, aber bestätigen, dass die Zusammenhänge komplex sind und vermutlich auch wechselseitige Interaktionen im Spiel sind. «Es gibt keine Kausalitätsbeweise, dass also Glauben zu Glück führt, aber viele Studien, die einen deutlichen Zusammenhang zeigen», sagte René Hefti und stellte zugleich infrage, ob in diesem Kontext die Kausalität so entscheidend sei.

 

Das Paradox des Glaubensglücks

Das Glücksempfinden wird in wissenschaftlichen Studien meist mit subjektiven Einschätzungen auf einer Skala erhoben. Als Überbegriff hat sich in der Wissenschaft «well-being» etabliert; er steht für eine Vielfalt von Begriffen wie Zufriedenheit, Erfüllung oder Sinn. Unterschieden wird zwischen einem momentanen Zufallsglück («Glück haben») und anhaltendem Lebensglück («glücklich sein»).

 

Ein Blick in die Bibel lässt diesen Unterschied ebenfalls erkennen: Micha Eglin, Arzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am FISG, legte anhand von Versen aus den Psalmen und der Bergpredigt dar, dass der Glücksbegriff in der Bibel häufig nicht als momentaner Zustand, sondern als Verheissung und langfristige Perspektive benutzt wird. Und dies vielfach im Kontext schwieriger Umstände wie Verfolgung oder Hunger. Dies führte zur Feststellung, dass Glück kein Versprechen des christlichen Glaubens für die gegenwärtige Lebensrealität ist, sondern ein Versprechen am Ende der Zeit. Und dies kann das Paradox erklären, weshalb Christinnen und Christen sogar in schlimmster Verfolgung und Erniedrigung, ja sogar im Martyrium glücklich sein können.

 

Die Referate von René Hefti und Micha Eglin können auf Youtube nachgeschaut werden:

Die DenkBar ist eine Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz, die den fruchtbaren Dialog zwischen Glauben und Wissenschaft sowie die denkerische Freiheit («alle Fragen sind erlaubt») fördert. Sie lädt immer wieder zu Veranstaltungen über gesellschaftlich relevante Themen ein und schafft damit Raum für den interdisziplinären Austausch an der Schnittstelle von Glauben und Denken.

 

Jugendforum 2023 – gemeinsam für die Jugendarbeit der Schweiz

20. April 2023 by

«Das Jugendforum soll Schlüsselleitende der Schweizer Jugendarbeit vernetzen, um das Miteinander in der Schweiz zu fördern.» Das ist die Vision vom Jugendforum der SEA-Jugendallianz und war in diesem Jahr auch wieder der Hauptfokus des Treffens. Rund 50 Leitende aus dem Jugendbereich von Organisationen, Werken, Verbänden, Ausbildungsstätten, Jüngerschaftsschulen und Jugendnetzwerken kamen in Luzern zusammen, um gemeinsam Gott anzubeten, zu beten und das Miteinander in viel Zeit der Begegnung zu stärken.

 

Der Tag begann damit, dass sich alle Teilnehmenden interaktiv kennenlernten. Dies war besonders wertvoll, da einige neue Gesichter mit dabei waren und man dadurch einen guten Überblick bekam, welche Person welche Schlüsselposition vertritt. Im Anschluss kam der wichtigste Teil: gemeinsames Gebet und Lobpreis. Darin kam zum Ausdruck, was auch vom Referenten David Ohnemus betont wurde: Es geht in diesem Moment nicht darum, mit welcher Rolle man gekommen ist, sondern nur um Gott, um jede und jeden persönlich und alle zusammen als Teil des Leibes Christi. Ohnemus ist ehemaliger Leiter des Godi Amriswil und leitet zurzeit das Depo3, einen Abendgottesdienst für junge Erwachsene.

 

Nach dem Mittagessen und einem Austausch zu spezifischen Themen wurden die Teilnehmenden in kleinen Gruppen auf einen grösseren Spaziergang im sonnigen Luzern geschickt. Dabei konnte man im Gespräch in die Tiefe gehen und Gebetsanliegen austauschen. Den Abschluss machte die ganze Gruppe vor dem Löwendenkmal, wo gemeinsam füreinander gebetet wurde.

 

Kein zeitlicher Luxus

Dies war aber nur der erste Teil des Jugendforums. Denn den Abend bis zum nächsten Tag verbrachte rund die Hälfte der Teilnehmenden im nahe gelegenen Hostel, um Freundschaften und den Austausch noch weiter zu vertiefen. Dies war wertvoll und wurde allgemein geschätzt, um gelassener und im kleineren Rahmen mehr Zeit miteinander zu haben.

 

«Das Jugendforum scheint wie ein zeitlicher Luxus oder als ein weiteres Treffen zu wirken. Doch der Schatz darin und die Früchte davon sind gross. Sie brauchen vielleicht manchmal Zeit, doch ein gesundes Miteinander und Begegnungen auf Augenhöhe bedingen ein bewusstes Investment und eine Priorität», bilanziert Jaël Binggeli, Jugendbeauftragte der SEA, über das Jugendforum.

Jugendforum 2023

«missioNow» bot jede Menge Inspiration

18. April 2023 by

Das «mission.ch»-Team mit AEM-Präsident Beat Leuthold (Mitte) zieht eine positive Bilanz über das diesjährige «missioNow».

«Gewöhn dich an anders», das war das Thema vom «missioNow» 2023, einem Event der SEA-Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen (AEM). «Anders» im Sinne von neu, unbekannt, erweiternd oder unterschiedlich. Das war es auch, was die 200 Teilnehmenden an diesem Tag in Aarau erwartete: einen Einblick in die Vielfalt der Mission.

 

31 verschiedene Organisationen – Missionswerke und theologische Ausbildungsstätten – waren in der «Discovery Hall» anzutreffen und durch die inspirierenden Gespräche gewannen die Teilnehmenden einen tieferen Einblick in die Missionsarbeit aus diversen Ländern. Ebenso bereicherten acht verschiedene Workshops, elf Speaker, ein Berufungscoaching und das Angebot eines hörenden Gebets den Anlass. Wer vorbeikam, hatte diverse Möglichkeiten, sich inspirieren zu lassen.

 

«Der Event ist uns wirklich gelungen», so Beat Leuthold, Präsident des Dachverbands der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen (AEM). «Die Idee ist, dass wir als AEM alle Stellen von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten poolen können, um so die Schnittstelle zwischen Berufung und Aussendung miteinander zu verbinden. Ich denke, dass dieser Event eine gute Gelegenheit hierzu war, auch wenn wir davon träumen, zukünftig auch die Kirchen einzubinden. So könnten wir das aus unserer Sicht schlummernde Potenzial noch stärker entfalten.» Das organisierende «mission.ch»-Team blickt ebenso zufrieden auf den Tag zurück. Schon jetzt geht es an die Planung für das nächste «missioNow».

 

Wem das alles ein bisschen zu schnell ging oder wer die Chance verpasst hat, mit dabei zu sein, kann am 8. Juli in Wetzikon an den Kirchentagen Zürioberland vorbeikommen – da wird die AEM wieder mit vielen Organisationen vor Ort sein, die sich freuen, an ihrer Arbeit Interessierte kennen zu lernen.

Was Weihnachten mit Ostern zu tun hat

9. April 2023 by

«Wissen Sie, was Weihnachten mit Ostern zu tun hat?» Mit dieser Frage ging ich bei einer Strassenaktion verschiedener Kirchen aus meiner Region auf die Passanten zu. Jemand war als Osterhase und jemand als Weihnachtsmann verkleidet. Nur einige kamen darauf, dass es sich um zwei christliche Feiertage handelt. Und noch weniger Personen konnten erklären, was genau an Weihnachten oder Ostern passiert ist. Ja, was ist denn passiert? Viviane Krucker-Baud, Co-Generalsekretärin der SEA, erklärt es in der aktuellen Ausgabe der «Viertelstunde für den Glauben» so:

 

Ursprünglich kommt an diesen beiden christlichen Festen weder ein Weihnachtsmann noch ein Osterhase vor. Es geht um eine zentrale Person und diese Person heisst Jesus Christus. Was wissen Sie über Jesus Christus? Die historische Existenz von Jesus ist kaum umstritten. Zuverlässige historische Quellen, neben der Bibel, bezeugen, dass Jesus existiert hat. So beschreiben es der römische Geschichtsschreiber Tacitus und der Historiker Josephus. Beide schreiben über Jesus aus Nazareth und bestätigen, dass er gelebt hat. Er muss eine eindrückliche historische Person gewesen sein, wenn heute in den meisten Ländern der Welt die Zeitrechnung von seiner Geburt ausgeht.

 

Jesus: Mensch und Gott?

Wenn wir der Frage nachgehen, was Weihnachten mit Ostern zu tun hat, können wir zunächst festhalten, dass wir an Weihnachten Jesu Geburt und an Ostern Jesu Tod beziehungsweise seine Auferstehung feiern. Das erste können wir noch irgendwie einordnen. Jesus wird als Mensch geboren. Aber das zweite, dass Jesus stirbt und vor allem dass er wieder von den Toten aufersteht, ist schon ungewöhnlich. Nach den Berichten des Neuen Testamentes ist Jesus eben nicht nur ein Mensch, sondern er ist auch der Sohn Gottes. Er hat von sich behauptet, dass er sogar selbst Gott ist. Können wir deshalb automatisch davon ausgehen, dass Jesus auch Gott war?

 

C.S. Lewis, ein irischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler aus dem 20. Jahrhundert, antwortet darauf folgendermassen: «Ich möchte damit jedermann vor dem wirklich dummen Einwand bewahren, er sei zwar bereit, Jesus als grossen Morallehrer anzuerkennen, nicht aber seinen Anspruch, Gott zu sein. Denn gerade das können wir nicht sagen. Ein Mensch, der solche Dinge sagen würde, wie Jesus sie gesagt hat, wäre kein grosser Morallehrer. Er wäre entweder ein Irrer – oder Satan in Person. Wir müssen uns deshalb entscheiden: Entweder war – und ist – dieser Mensch Gottes Sohn oder er war ein Narr oder Schlimmeres.» C.S. Lewis kommt zum Schluss, dass Jesus Christus nicht nur eine historische Person, sondern auch selbst Gott war. Würde das nicht stimmen, dann wäre Jesus kein Morallehrer, sondern verrückt. Warum ist es wichtig, Jesus als Gott anzuerkennen? Es ist wichtig, weil sonst Ostern gar nicht möglich wäre. Jesu Tod und seine Auferstehung würden keinen Sinn machen.

 

Ich brauche Gott nicht

Christen glauben, dass es einen Gott gibt, der diese Welt und uns geschaffen hat. Es ist ein Gott, der die Menschen liebt und mit ihnen in Beziehung leben möchte. Das mit dem «in Beziehung leben» ist schon unter uns Menschen nicht immer so einfach. Meistens haben wir es gut, doch oft entstehen auch Streit und Eifersucht oder kommt unser Egoismus dazwischen. Wir sehen es in Kriegen weltweit, in der Politik und Wirtschaft, bei kleinen Kindern oder in unseren persönlichen Beziehungen. Niemand ist perfekt. Der wahre Ursprung des Problems liegt darin, dass die Beziehung zwischen uns und Gott kaputtgegangen ist, als sich der Mensch entschied, ohne Gott zu leben. Als er dachte: «Ich brauche Gott nicht, ich schaffe das auch allein.» Ich habe das schon einige Male gedacht – Sie auch? Dieser «Alleingang» hat zur Konsequenz, dass wir getrennt von Gott leben, nicht nur hier auf der Erde, sondern auch nach unserem Tod.

 

Die Sache mit dem Kreuz

Als Jesus zur Welt kam, wurde Gott selbst Mensch. Einer von uns und wie wir. Mit dem einen Unterschied, dass er perfekt ist. Er ist gleichzeitig Gott und damit ohne Fehler. Während seines Lebens erzählt Jesus viel über Gott, wie er sich die Beziehung zu uns vorstellt und wie wir Beziehungen untereinander leben sollen. Er heilt und befreit Menschen. Er schenkt ihnen eine neue Perspektive und einen wahren Lebenssinn. Doch der Höhepunkt seines Kommens geschieht am Ende seines Lebens. Völlig überraschend stirbt Jesus am Kreuz. Eine der schlimmsten und qualvollsten Todesarten, die es in der Menschheitsgeschichte gab. Und das sollte der Sohn Gottes sein? Doch die Trennung zwischen uns und Gott können wir durch gute Taten nicht einfach wieder gut machen. Es braucht jemanden, der dafür geradesteht. Und das tut Jesus am Kreuz für uns. Er stirbt am Kreuz an unserer Stelle und sein Tod bewirkt, dass die Trennung zwischen uns und Gott aufgehoben wird.

 

Titanic und Ostern

Ich habe noch nie von jemandem gehört, der sein Leben für einen anderen Menschen gab. Ich habe es nur in Filmen gesehen. Das berührt mich immer sehr. Ich denke zum Beispiel an den Film Titanic, als Jack im eisigen Wasser stirbt, damit Rose überlebt. Wie ist das möglich, dass jemand sein eigenes Leben für jemand anderen lässt? Da muss eine enorme Liebe für diese Person da sein. Aus solcher Liebe tut Jesus genau das für uns. Mit dem Unterschied, dass Jesus nicht ein Mensch war wie jeder andere. Weil er auch Gott und ohne Fehler ist, hat sein Tod eine geistliche Wirkung für alle Menschen, die an ihn glauben. In der Bibel steht, dass Jesus nach drei Tagen von den Toten wieder auferstanden ist. Mit seiner Auferstehung besiegt er den geistlichen Tod, den die Trennung zwischen uns und Gott zur Folge hat, und vergibt uns alle unsere Fehler. In der Bibel lesen wir im Johannesevangelium 11, 25, dass Jesus von sich sagte: »Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt.» An Ostern kommt endgültig zur Erfüllung, was an Weihnachten begonnen hat. Und das gilt für alle Menschen: Nehmen auch Sie dieses Angebot der Erlösung durch Tod und Auferstehung von Jesus an?

 

Aus: Viertelstunde für den Glauben, Ausgabe 2023

  • Previous
  • 1
  • …
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • …
  • 23
  • Next
Newsletter Infos Bestellen Spenden Einzelmitglied werden Kollektivmitglied werden
  • Kontakt

    Schweizerische Evangelische Allianz SEA
    Josefstrasse 32
    8005 Zürich
    Tel 043 344 72 00
    info@each.ch

    Telefonisch erreichen Sie uns wie folgt:
    Montag und Mittwoch: 13:30 – 17:00 Uhr
    Dienstag und Donnerstag 08:00 – 12:00 /
    13:30 – 17:00 Uhr

    © 2025 SEA. Alle Rechte vorbehalten.
    Design by Weiter® Switzerland
    • Medienstelle
    • Stellungnahmen
    • Mitglieder
    • Unsere Vision
    • Unsere Leitsätze
    • Unser Netzwerk
    • Réseau évangélique suisse
    • Offene Stellen
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
  • Social media

  • Unser Engagement
    ▼
    • Arbeitsgemeinschaften
      ▼
      • Evangelischer Missionen (AEM)
      • Forum Ehe+Familie (FEF)
      • Religionsfreiheit (AGR)
      • Glaube und Behinderung (GUB)
      • Interaction (IA)
      • Interkulturell
      • Jugend
      • Klima, Energie, Umwelt (AKU)
      • Kunst & Kultur (ARTS+)
      • Landeskirchen-Forum (LKF)
      • Medien (AGM)
      • Politik (AGP)
      • Institut für Islamfragen
    • Gebetsanlässe
      ▼
      • 40 Tage Gebet und Fasten
      • 30 Tage Gebet für die islamische Welt
      • Sonntag der verfolgten Kirche (SVK)
      • Prayday
      • Flüchtlingssonntag
    • Aktuelle Themen
    • Stellungnahmen
    • Verteilzeitung «Hope»
    • SEA Fokus
    • Veranstaltungen
    • Ehrenkodex
    • Medienstelle
      ▼
      • Medienmitteilungen
      • Bilder & Clips
    • FAQ´s für Medienleute
  • Unser Miteinander
    ▼
    • Einzelmitgliedschaft
    • Kollektivmitgliedschaft
    • #SEAFreundin/#SEAFreund
    • Mitglieder
      ▼
      • Sektionen
      • Kirchgemeinden ohne Sektion
      • Werke
      • Jugendallianzen
  • Mitmachen
    ▼
    • Einzelmitglied werden
    • Kollektivmitglied werden
    • #SEAFreundin/#SEAFreund werden
    • Offene Stellen
      ▼
      • Bereichsleitung Kommunikation/Medien (80-100%)
    • Freiwillige Mitarbeit
    • Finanzen
    • Spenden
    • Kollekten – Vorlagen
    • Informiert sein
      ▼
      • SEA Info
      • Newsletter „SEA aktuell“
      • Medienmitteilungen
  • Wer wir sind
    ▼
    • Unsere Vision
      ▼
      • Gemeinschaft fördern
      • Gesellschaft verändern
      • Glauben teilen
    • Unser Netzwerk
      ▼
      • Nationale Allianz
      • Europäische Evangelische Allianz (EEA)
      • Weltweite Evangelische Allianz (WEA)
    • Glaubensbasis
    • Geschichte
    • Unser Team
    • Unser Vorstand
    • Jahresberichte
    • Bestellungen
    • Clearing-Stelle
  • News