Each

  • HOME
  • KONTAKT
  • SPENDEN
  • RES (français)
  • Unser Engagement
      • Arbeitsgemeinschaften
        • DenkBar
        • Evangelischer Missionen (AEM)
        • Forum Ehe+Familie (FEF)
        • Gemeinsam gegen Grenzverletzungen
        • Generosity
        • Glaube und Behinderung (GUB)
        • Interaction (IA)
        • Interkulturell
        • Jugend
        • Klima, Energie, Umwelt (AKU)
        • Kunst & Kultur (ARTS+)
        • Landeskirchen-Forum (LKF)
        • Medien (AGM)
        • Perspektive 3D
        • Politik (AGP)
        • Religionsfreiheit (AGR)
        • Institut für Islamfragen
      • Gebetsanlässe
        • Allianzgebetswoche
        • 40 Tage Gebet und Fasten
        • 30 Tage Gebet für die islamische Welt
        • 15 Tage Gebet für die Welt des Hinduismus
        • 15 Tage Gebet für die Welt des Buddhismus
        • Prayday
      • Themensonntage
        • Sonntag für unsere Nächsten
        • Sonntag der verfolgten Kirche (SVK)
        • Flüchtlingssonntag
        • Veranstaltungen
        • Stellungnahmen
        • Aktuelle Themen
      • Publikationen
        • Verteilzeitung «Hope»
        • SEA Fokus
      • Medienstelle
        • Medienmitteilungen
        • Bilder
        • FAQ´s für Medienleute
      • Externe Dienste
        • Ehrenkodex
        • Clearing-Stelle
        • Armeeseelsorge
      • Buche einen Allianz-Speaker
  • Unser Miteinander
    • Einzelmitgliedschaft
    • Kollektivmitgliedschaft
    • Mitglieder
      • Sektionen
      • Kirchgemeinden ohne Sektion
      • Werke
  • Mitmachen
      • Einzelmitglied werden
      • Kollektivmitglied werden
      • Informiert sein
        • SEA Info
        • Medienmitteilungen
        • Newsletter „SEA aktuell“
      • Spenden
      • Kollekten – Vorlagen
      • Offene Stellen
      • Freiwillige Mitarbeit
  • Wer wir sind
    • Unsere Vision
      • Gemeinschaft fördern
      • Gesellschaft verändern
      • Glauben teilen
    • Geschichte
    • Glaubensbasis
    • Unser Team
    • Unser Vorstand
    • Unser Netzwerk
      • Nationale Allianz
      • Europäische Evangelische Allianz (EEA)
      • Weltweite Evangelische Allianz (WEA)
    • Unsere Botschafter
    • Jahresberichte
    • Bestellungen
    • Unsere Partnerschaften
    • Unsere Leitsätze
  • News
>
News

Die perfekte Reaktion auf Anschuldigungen gibt es nicht

20. September 2022 by

Das Christentum trägt keine weisse Weste, was die Vergangenheit von Wissenschaftsfeindlichkeit und Kindesmissbrauch zeigt. Matthias Egg und Andi Bachmann-Roth, beide im Leistungsteam der SEA-Arbeitsgemeinschaft Denkbar, vertieften in Kurzreferaten die beiden Themen und legten so den Grundstein für den Austausch in kleineren Gruppen zur Frage, welche Argumentationslinien im Umgang mit Anfragen an die moralische Integrität der Christen/Kirchen sinnvoll sind.  

 

Die perfekte Reaktion auf Anschuldigungen zum Erbe an Gewalt und Unterdrückung im Christentumgibt es nicht. Matthias Egg führte den Denkbar-Anlass in Zürich mit drei Reaktionen ein, die allesamt nicht förderlich sind: Man könne differenzieren, das Ganze in den Zusammenhang stellen und fragen, wie schlimm es wirklich ist. Oder man lenkt den Blick auf das Positive und auf das, was das Christentum alles Gutes hervorgebracht hat. Eine dritte Möglichkeit ist der Vergleich, ob Nicht-Christen denn wirklich anders handeln, also den Blick auf die Anderen zu lenken. 

 

Der Mythos der Wissenschaftsfeindlichkeit am Beispiel von Galileo Galilei 

Im folgenden Impulsreferat ging der Wissenschaftsphilosoph Matthias Egg der Frage auf die Spur, wie wissenschaftsfeindlich die Christen zur Zeit von Galileo Galilei wirklich waren. Dieser und ähnliche Vorwürfe werden bis heute vorgetragen. Galileo Galilei, ein bekannter Philosoph und Physiker hat im 17. Jahrhundert einige neue Theorien aufgestellt, welche nicht dem damaligen Weltbild entsprachen und darum zu seiner Verurteilung durch die katholische Kirche führten. Unter anderem deshalb wird der Kirche Wissenschaftlichkeit vorgeworfen. In der genaueren Betrachtung relativieren sich diese Vorwürfe jedoch. 

 

So wird Galilei unter anderem eine angebliche Gottesferne nachgesagt. «Im Gegenteil, er war gemäss den Quellen ein gläubiger Mensch, der um ein Bibelverständnis rang, in dem die Wissenschaft anerkannt ist», so Matthias Egg. Diese Einstellung zum Verhältnis von Glauben und Wissenschaft wurde später von der Kirche übernommen. Der damaligen Kirche wird zudem Religiosität und Wissenschaftsfeindlichkeit vorgeworfen. Tatsächlich gab es einige Vertreter, die Galilei in seinem Bestreben unterstützten, die Mehrheit jedoch hielt an den alten Gedanken fest. Klar wird, dass die häufig konstruierten Gegensätze am Beispiel von Galilei nicht aufgehen.  

 

Das Erbe des Kindesmissbrauchs 

An den Anfang seines Kurzimpulses zu Kindesmissbrauch stellte Andi Bachmann-Roth, Theologe und Generalsekretär der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA, eine Entschuldigung. Eine Entschuldigung gegenüber allen im Raum, welche diese Art von Missbrauch in einem kirchlichen Kontext erleben mussten. Dies sei wichtig, reiche aber nicht. Darum plant die SEA das Netzwerk «Gemeinsam gegen Grenzverletzung», ein Netzwerk, in dem Kirchenverbände sich dazu verpflichten, dieses Thema anzupacken und Schritte zu gehen. 

 

Gemäss einer globalen Studie ist jedes fünfte Mädchen von Missbrauch betroffen, in der Schweiz sind es 22 Prozent aller Frauen. Statistiken über Missbrauch in Kirchen für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt es kaum. Die umfassendste solche Studie wurde in Australien von einer staatlichen Untersuchungskommissiongemacht. 5 Prozent der Missbräuche fanden im institutionellen Kontext statt, davon 58,6 Prozent in religiösen Einrichtungen, worunter auch Bildungseinrichtungen mit religiösem Hintergrund fallen. Die Hälfte der Täter hatten ein kirchliches Amt inne.  

 

Doch wird die Kirche nicht mit anderen Ellen gemessen? Ja, ist Andi Bachmann-Roth überzeugt, denn an sie werden zurecht moralisch höhere Ansprüche gestellt. Dies sei aber kein Grund für die Medien, die Kirche als Missbrauchsinstitution darzustellen. 

 

Er machte sich auf die Suche des Problems, indem er fragte, ob der Glaube oder die Strukturen der Kirche an sich Missbrauch fördern. Theologische Richtungen, die grundsätzlich Augenhöhe, Selbständigkeit und Transzendenzfähigkeit verneinen, seien problematisch. Als Kirchen seien wir stattdessen aufgerufen, eine Theologie zu verfolgen, die den Gläubigen als Subjekt des Glaubens und nicht als blossen Empfänger versteht. Faktoren, die Kindesmissbrauch in der Kirche begünstigen, sind beispielsweise leitende Personen mit Charisma, die ihren Status missbrauchen, oder wenn die Sexualität an sich tabuisiert wird. Dagegen sollten Leitende eine Kultur pflegen, in welcher man über Grenzen spricht und verbindliche Standards definiert, Meldestellen etablieren und auf Rollenklarheit achten. 

Weitere Informationen

Referat «Wissenschaftsfeindlichkeit» von Matthias Egg

Referat «Kindesmissbrauch» von Andi Bachmann-Roth

 

Allianzgebetswoche 2023 will Freude wecken

19. September 2022 by

Die Allianzgebetswoche vom 8. bis 15. Januar 2023 zum Thema «Joy – ‹damit meine Freude sie ganz erfüllt›» geht dem Geheimnis eines Lebens in Freude auf die Spur. Das dazugehörige Gebetsheft ist jetzt digital verfügbar und kann als Druckausgabe bestellt werden. Ein dreisprachiger Song sowie kurze Videoimpulse für jeden Tag regen zusätzlich an, sich auf die christliche Freudenbotschaft einzulassen.

 

Europaweit versammeln sich in der Woche vom 8. bis 15. Januar 2023 Christen aus ganz unterschiedlichen Kirchen zum gemeinsamen Gebet. Sie lassen sich inspirieren von täglichen Impulsen zum Thema Freude, welche die Schweizerische Evangelische Allianz SEA und das Réseau évangelique suisse RES zuhanden der Europäischen Evangelischen Allianz erarbeitet haben. In Zeiten von Ereignissen wie Krieg oder Pandemie, die keinen Anlass zu Freude geben, soll der Fokus auf der Freude liegen, die Gott schenkt und unabhängig von allen Umständen ist.

 

Gebetsheft und weitere Ressourcen
Die Deutschschweizer Ausgabe des Gebetshefts mit täglichen Bibelversen, Meditationen, Reflexionsfragen und Gebeten dient den Sektionen der SEA und ihren Kirchen, gemeinsam betend der Freudenbotschaft des Evangeliums bewusst Raum zu geben. Jeden Tag geht es um eine andere Facette, beispielsweise die Freude als Frucht des Heiligen Geistes, die Freude im Leid oder die ewige Freude. Das Gebetsheft steht sowohl in einer digitalen als auch einer gedruckten Fassung zu Verfügung und kann online heruntergeladen oder bestellt werden. Rechtzeitig vor der Allianzgebetswoche wird das Heft auch wieder als Leseplan in der Bibel-App «YouVersion» verfügbar sein.

 

Weitere Ressourcen und Angebote zur Vertiefung des Themas sind der eigens für die Allianzgebetswoche 2023 produzierte Song «Wenn du tanzt» von Benoît Dubray und Freunden sowie kurze Videoimpulse zu den einzelnen Tagesthemen von Pfarrer und Autor Fredy Staub. Noten und Musikvideo des Songs werden – sobald fertiggestellt – für Allianzgottesdienste und andere Anlässe online frei zugänglich sein. Die Kurzvideos erscheinen täglich aktuell während der Allianzgebetswoche auf den Social-Media-Kanälen der SEA: Youtube, Instagram, Facebook.

 

Freude regt zum Geben an
Die SEA empfiehlt vier aktuelle Projekte aus ihrem Umfeld, die sich über Spenden finanzieren, für Kollekten und Sammelaktionen während der Allianzgebetswoche. Es sind dies die TV-Reihe «Fenster zum Sonntag», die «Casa dell’Arte» der Arbeitsgemeinschaft ARTS+, die Allianzgebetswoche selbst und die Kulturschule der Arbeitsgemeinschaft interkulturell. Die während der Allianzgebetswoche empfangene Freude darf zum grosszügigen Geben animieren.

Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Vision für Mission

9. September 2022 by

Wie denken (Frei-)Kirchen in der Schweiz über Mission, inwiefern sind sie selbst aktiv, wo sehen sie Chancen und Herausforderungen, um in der heutigen Zeit Glauben und Hoffnung zu teilen? – Spannende Fragen, die bislang einer systematischen Beantwortung harren. Das soll die «Konsultation zu Mission» ändern, welche die Missions- und Entwicklungsorganisation «Life In Abundance» (LIA) mit der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA und weiteren Partnern durchführt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem das Potenzial einer stärkeren Zusammenarbeit missionaler Akteure und die Bedeutung visionärer Leitungspersonen.

 

Die Projektleiterin und Sozioökonomin Dr. Julia Henke von LIA hat mit 25 Verbandsleitern und Pastoren evangelisch-freikirchlicher Kirchen in der Deutschschweiz gesprochen. Die Befragungen bilden die Grundlage für einen Bericht, der einen Überblick gibt über das aktuelle Denken über Mission sowie die missionale Praxis in Schweizer Freikirchen und der ihre Auseinandersetzung mit dem Thema fördern soll. Der Begriff «Mission» wurde dabei von den Teilnehmenden selbst definiert und kann sowohl Evangelisation wie auch soziales Engagement in der Schweiz und im Ausland umfassen.

 

Die Studie wurde in Partnerschaft mit der SEA, ihren Arbeitsgemeinschaften Evangelischer Missionen (AEM) und Interaction sowie dem Dachverband Freikirchen.ch durchgeführt und fachlich begleitet von einem Beratungsausschuss, der aus Theologinnen und Missiologen verschiedener christlicher Ausbildungsstätten (Bienenberg, IGW, ISTL, TSC, HET-PRO) besteht. Die operativen Kosten des Projekts werden von LIA getragen und sind ein Geschenk an die Kirche in der Schweiz.

 

In den Interviews mit den Leitungspersonen kristallisierten sich vier Themenbereiche heraus (siehe Zusammenfassung unten), die in nächster Zeit mit verschiedenen missionalen Akteuren weiter vertieft werden sollen: Missiologie, regionale und thematische Leiterschaft, internationale Mission sowie Weltbild und Transzendenz.

 

Wer sich eingehender mit den Ergebnissen und Schlussfolgerungen der Konsultation auseinandersetzen möchte, kann den gesamten Bericht als gedruckte Ausgabe bestellen oder eine digitale Kurzfassung beziehen.

 

Zweite Konsultation unter Missionsorganisationen

Der vorliegende Bericht umfasst die Sicht von Kirchgemeinden und Gemeindeverbänden, dient aber als Grundlage für einen vertieften Austausch mit verschiedenen missionalen Akteuren in der Schweiz. Denn das Ziel ist es, mit der Konsultation die Grundlage für einen Visionsprozess zu legen, der in weiterführenden Projekten mündet, damit Synergien gestärkt und entwickelt werden. Aus diesem Grund mandatierte die AEM Julia Henke, eine zweite Konsultation unter interkulturell tätigen Missionsorganisationen durchzuführen.

 

Am diesjährigen Leiterinnen- und Leiterforum von SEA und Freikirchen.ch (auf Einladung) im Dezember werden die laufenden Diskussionen und Konsultationen zum Verständnis von Mission weiter gebündelt. Dies soll schliesslich in eine geschärfte gemeinsame Sicht auf Gottes Mission und ein geklärtes Mit- und Füreinander münden.

Zusammenfassung der Schlussfolgerungen

 

Missiologie: Die Ideen der Missio Dei und einer missionalen Ekklesiologie sind breit verankert. Die verschiedenen theologischen Aspekte (das Evangelium, das Reich Gottes etc.) scheinen aber nicht immer integriert zu werden und auch die Umsetzung (insbesondere von Mission als Transformation) scheint wenig klar. Es besteht daher ein Klärungsbedarf des Zusammenhangs von Missiologie mit Soteriologie, Ekklesiologie sowie Eschatologie. Es wäre empfehlenswert, Missionsstrategien vermehrt theologisch zu reflektieren und zu begleiten und eine gemeinsame Sprache zu schaffen, vielleicht durch ein einfaches Konzept, welches die Pluralität der Missionsansätze darstellt.

 

Regionale und thematische Leiterschaft: Die Stärke der meisten befragten Leitungspersonen liegt in der praktischen Umsetzung missionaler Aktivitäten, die an eine grosse Vielfalt an Zielgruppen gerichtet sind. Visionäre Leitungspersonen sind ein entscheidender Erfolgsfaktor florierender Gemeinden. Es liegt viel Potential in der Stärkung regionaler und thematischer Zusammenarbeit: Wenn verschiedene missionale Akteure sich um eine geteilte Vision für ihre Region oder ihren Einflussbereich zusammenschliessen, können sie ihre Ressourcen bündeln und ihre Stärken optimal einbringen.

 

Internationale Mission: Gemeindeleitungen spielen eine wichtige Rolle für die strategische Ausrichtung der internationalen Mission aus der Schweiz: Sie prägen ihre Gemeindemitglieder und entscheiden über Spenden. Diese Rolle scheint den meisten Pastorinnen und Pastoren wenig bewusst; sie delegieren die Vision für internationale Mission an Missions- und Hilfswerke oder an Einzelpersonen, die sich aussenden lassen wollen. Einige Pastoren empfinden ausserdem einen Zielkonflikt zwischen der Wirksamkeit internationaler Missionsprojekte und dem seelsorgerlichen Anliegen gegenüber den gesandten Gemeindegliedern. Es wäre empfehlenswert, die Themen befruchtende Partnerschaft, Wirkung sowie Wirkungsmessung gemeinsam mit den Gemeindeverbänden, Missionswerken und Ausbildungsstätten aufzugreifen.

 

Weltbild und Transzendenz: Kirchen jeder Kultur und Zeitepoche stehen im Spannungsfeld, die christliche Botschaft «in der Welt doch nicht von dieser Welt» zu bezeugen. Die in Westeuropa vorherrschende materialistische Weltanschauung hinterlässt auch in der christlichen Kultur in der Schweiz Spuren. Es scheint, dass für evangelisch-freikirchliche Leiterinnen und Leiter die unsichtbare Welt – ob in Form von Prinzipien oder Praktiken – wenig real und daher wenig relevant ist. Es wäre empfehlenswert, den Austausch mit Gläubigen anderer Kulturen, die einen unmittelbareren Zugang zur geistlichen Welt haben, zu fördern, sowohl im theologischen Austausch wie auch in der Missionspraxis.

 

Weitere Informationen

Aktuelles Dossier zum Projekt «Zukunft Mission»

Life In Abundance

 

Krieg in der Ukraine: Von Gott berufen lassen wie die biblische Esther

1. Juli 2022 by

Am «Ukrainian Swiss Christian Summit» des Netzwerks kirchen-helfen.ch kamen sowohl ukrainische geistliche Leiter wie auch engagierte Führungspersonen aus Schweizer Kirchen zusammen. Sie visionierten unter anderem darüber, wie sich im Exil lebende Menschen von Gott gebrauchen lassen, und tauschten konkrete Ideen aus, um Geflüchtete in der Schweiz zu unterstützen. Zudem stellt das SEA-Netzwerk weitere Ressourcen zur Verfügung, um in Kirchen Fragen rund um Flucht und Integration zu thematisieren.

 

An vielen Orten in der Schweiz sind bereits ukrainische oder russische Gottesdienste, Gebets- oder Bibelgruppen entstanden. Um diese Bemühungen zu unterstützen, organisierte kirchen-helfen.ch mit Beteiligung der Ukraine-Taskforce der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA-RES ein nationales Treffen. Unter dem Namen «Ukrainian Swiss Christian Summit» kamen rund 50 Personen zusammen. Die Zielgruppe waren einerseits Ukrainer und Ukrainerinnen, welche in der Schweiz eine geistliche Schlüsselrolle einnehmen, wie Pastorinnen und Pastoren, Leitende von Gebets- und Bibelgruppen und andererseits Schweizer Vertreter von Gemeinden, welche bei sich geistliche Angebote für Ukrainerinnen und Ukrainer durchführen.

 

Es wurde zusammen gebetet, geweint, von Gottes Wirken erzählt, visioniert, was Gott tun möchte, und über Ideen sowie Bedürfnisse ausgetauscht. Vers 4,14 aus dem Buch Esther wurde ein Leitvers des Anlasses: «Wer weiss, ob du nicht um dieser Zeit willen an diesen Ort gesetzt bist.»

 

Viele ukrainische Teilnehmende hatten sehr gute und konkrete Ideen und Umsetzungspläne, was in der Schweiz noch alles getan werden könnte für ihre Landsleute. Als Resultat dieses Treffens wird nun versucht, regional die ukrainischen Schlüsselpersonen gezielter zu fördern und zu vernetzen. Es soll ein Miteinander werden, die Ressourcen gebündelt und so Geflüchteten ganzheitlich geholfen werden. Das kann nur Gott tun, der viele ruft wie Esther: die im Exil leben und sich von Gott gebrauchen lassen nach seinem Willen, die ihre Verantwortung wahrnehmen und handeln.

 

Sachspenden weiterhin gefragt

Verantwortung wahrnehmen und handeln – das kann jede und jeder nach wie vor auch mit Sachspenden für die Ukraine. Gemäss Hilfswerken aus dem SEA-Netzwerk sind Kleider-, aber auch Hygieneartikel- und Nahrungsmittel-Spenden stark zurückgegangen, der Bedarf ist aber ungebrochen.

 

Zusätzliche Ressourcen frei verfügbar

Daneben stellen die SEA und ihre Arbeitsgemeinschaft interkulturell weiterhin verschiedene Ressourcen rund um die Themen Flucht und Integration zur Verfügung:

 

  • Der Dokumentarfilm «Gerechtigkeit auf der Flucht» lässt Flüchtlinge selbst ebenso wie Persönlichkeiten aus dem Nationalrat, vom Staatssekretariat für Migration und vom UNHCR zu Wort kommen. Der informative sowie berührende 50-minütige Film bringt ins Nachdenken, welchen Auftrag wir Christen haben, und schärft den Blick über die Tragik in der Ukraine hinaus für andere Fluchtgeschichten und Konfliktherde weltweit.
  • Der Kurs «Same but different» ist eine für Kleingruppen konzipierte fünfteilige Videoserie, um Flüchtlinge besser zu verstehen und ihnen zu begegnen.
  • Die Kulturbox ist eine vierteilige YouTube-Serie, die Themen rund um Kultur, Alltag und Begleitung von Flüchtlingen aufnimmt und dabei besonders auf die Ukraine eingeht.

 

Alle drei Angebote haben zum Ziel, Brücken zwischen Schweizerinnen und Schweizern und Flüchtlingen zu bauen und so der Berufung der Gemeinde als Familie und Ort des Gebets für alle Menschen näher zu kommen.

Weitere Informationen

Plattform Flüchtlingen helfen

 

AF+ begrüsst neue Sportförderverordnung, fordert aber mehr Flexibilität

15. Juni 2022 by

Seit 50 Jahren fördert das Programm «Jugend und Sport» die Bewegung und körperliche Entwicklung bei Kindern und Jugendliche. Vieles hat sich in dieser Zeit verändert. Nun sollen in mehreren Schritten die Regelungen angepasst werden, AF+ bezieht Stellung.

 

Zu den Verbänden welche Ausbildung für Leitungspersonen durchführen, gehört auch der Dachverband «Ausbildung+/Formation+» (AF+), in welchem sich Vereine auf der Basis der «Charta der christlichen Kinder- und Jugendarbeit CcKJ» zusammengeschlossen haben.

 

AF+ hat sich in die Vernehmlassung zur Anpassung der Sportförderverordnung (SpoFöV) eingebracht. Dabei wurde der Dachverband von Christian Public Affairs (CPA) unterstützt. AF+ begrüsst den Verordnungsentwurf, in welchem ethische Überlegungen sehr hoch gewichtet werden. Durch die CcKJ als Grundlage der Mitgliedschaft bei AF+ nehmen Mitgliedsvereine bereits jetzt eine hohe ethische Verantwortung wahr. Einzelne vorgeschlagenen Anpassungen können für kleinere Verbände, welche von ehrenamtlichen Mitarbeitenden geführt werden, hingegen zur Herausforderung werden.

 

Die Situation von AF+ ist kaum mit jener eines grossen Verbandes wie beispielsweise dem Fussballverband (SFV) oder anderen grossen Verbänden mit mehr bezahlten Ämtern vergleichbar. Daher wünscht sich AF+ bezüglich der Geschlechtervertretung oder einer Amtszeitbeschränkung in den Leitungsorganen mehr Flexibilität.

Jugendforum 2022 – sinnvoll investierte Zeit fürs Miteinander

12. Mai 2022 by

Nach zwei digitalen Formaten in den letzten Jahren stand am Jugendforum 2022 in Olten mit rund 30 Jugendleitenden aus Jugendallianzen und -netzwerken, Schulen, Jugendverbänden und Werken die persönliche Begegnung im Vordergrund. Es zeigte sich einmal mehr, wie wichtig dies für das Miteinander und gelebte Einheit ist.

 

Es ist schlicht nicht dasselbe, wenn man sich nur über Zoom in «2D» begegnen kann. Deswegen war dem Kernteam des Jugendforums wichtig, dass in diesem Jahr die Begegnung im Fokus steht. Viel Zeit für den persönlichen Austausch, aber auch gemeinsame Anbetung, um sich von Gott erfrischen und ermutigen zu lassen, waren die zentralen Anliegen des diesjährigen Jugendforums zum Thema «Awakening – Auftanken bei Gott. Inspiriert durch Begegnungen».

 

Der Tag, den die Leitenden aus der ganzen Deutschschweiz in Olten verbrachten, startete mit Anbetung und Gebet. Es war ein innerliches Ausrichten auf Gottes Gegenwart. In der Zeit der Fürbitte standen die Jugendleitenden gemeinsam für die Jugendarbeit und die Jugendlichen ein. Denn die letzten zwei Pandemiejahre waren nicht nur einfach. Im Anschluss gab es einen geistlichen «Powersnack» von Daniel Janzen vom IGW. Mit seiner Message weckte er die Hoffnung und Sehnsucht, dass Gott in der jungen Generation wirken und sie stärken und ermutigen soll.

 

Vor dem Mittag wurde in Gruppen gearbeitet. In Form eines «World Café» trugen sie aktuelle Themen aus der Jugendarbeit zusammen. Anschliessend wurden Fragen gestellt, Erfahrungen und neue Gedanken dazu ausgetauscht. Der lockere Teil für Gemeinschaft und Vernetzung begann mit einer langen Mittagspause und einem anschliessenden «Scavenger Hunt» in Olten. Dabei konnte gut verdaut und neue Kontakte geknüpft werden. Den Abschluss machte die Talkrunde mit Teilnehmenden, in der die Themen vom Tag noch einmal aufgegriffen und diskutiert wurden.

 

Jaël Binggeli, die SEA-Jugendbeauftragte und Hauptleiterin des Jugendforums, sieht die Bedeutung dieses jährlichen Vernetzungsanlasses bestätigt: «Um miteinander unterwegs zu sein und Einheit zu leben, musss man Zeit und Herz investieren. Diese Kultur des Miteinanders ist keine Selbstverständlichkeit. Daher braucht es Orte der Begegnung, wie das Jugendforum, um gemeinsam für die Jugend der Schweiz einzustehen.»

Krieg in der Ukraine: Geflüchtete kompetent begleiten

13. April 2022 by

Die Taskforce der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA-RES zum Krieg in der Ukraine legt derzeit einen Schwerpunkt auf die Begleitung von Geflüchteten in der Schweiz. Für Private, die sich beispielsweise als Gastgeber engagieren, aber auch für kirchliche Verantwortungsträger stellt sie verschiedene Angebote zur Verfügung. Derweil bauen die vor Ort tätigen Werke aus dem SEA-Netzwerk ihre Hilfe weiter aus.

 

Mittlerweile sind rund 30’000 geflüchtete Personen aus der Ukraine in der Schweiz registriert. Gut 1000 von ihnen konnten durch Privatpersonen des Projekts kirchen-helfen.ch untergebracht werden. Dieses Netzwerk der SEA-Basis arbeitet dafür mit rund 100 Kirchgemeinden zusammen und hat aktuell noch Kapazitäten für nochmals 1500 Flüchtlinge. Die Heilsarmee ihrerseits hat bisher in Kooperation mit der Flüchtlingshilfe (SFH) rund 700 Personen privat und in Kollektivunterkünften unterbringen können.

 

Nach 50 Tagen Krieg und Flucht erhält auch in der Schweiz die gute Begleitung der teils kriegstraumatisierten Menschen mehr und mehr Bedeutung. Aus dem Netz der SEA haben Partnerkirchen und -organisationen folgende Online-Angebote organisiert:

  • Für Gemeindemitarbeitende (19. April) und interessierte Privatpersonen (25. April): praxisbezogene Informationsveranstaltungen via Zoom, wie Einzelpersonen, Gruppen und Kirchen jetzt konkret handeln können
  • Für Gastgeberinnen und Gastgeber: Dreiteilige Schulung via Zoom (29. April, 6. Mai, 20. Mai), wie traumatisierten Menschen begegnet werden kann und wie sich Helfende dabei selbst Sorge tragen
  • Ergänzende Ressource für alle, die Geflüchtete begleiten: ein Video mit dem Pfarrer und Notfallseelsorger Peter Schulthess, das speziell für den Umgang mit Menschen, die schwierige Erfahrungen gemacht haben oder sogar traumatisiert sind, wertvolles Basiswissen vermittelt (die Inhalte sind auch als Manuskript erhältlich)

 

Schutz vor Übergriffen und «Trauma Care» unterwegs

Eine gute Begleitung geflüchteter – und traumatisierter – Menschen ist selbstredend auch vor Ort in der Ukraine und den Nachbarländern zentral. Die Europäische Evangelische Allianz (EEA) vermittelt dazu Angebote und Fachwissen. Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Schutz von Frauen und Kindern vor Übergriffen. Das Netzwerk gegen Menschenhandel der EEA hat zur Prävention Ressourcen aufbereitet, die leider für etliche Flüchtende in Europa hochaktuell sind. Als eine auf Kinder ausgerichtete humanitäre Organisation kümmert sich zudem beispielsweise World Vision darum, in den Flüchtlingsaufnahmezentren sichere Orte für Kinder zum Spielen und Entspannen zu schaffen – sogenannte Kinderschutzzonen.

 

100 Lastwagen mit Hilfsgütern

Die Organisationen aus dem Netzwerk der SEA-RES, die im und um das Kriegsgebiet aktiv sind (Partner der Stiftung Hoffnungsnetz, GAIN, Remar), konnten in den vergangenen Wochen rund 100 Lastwagen mit geschätzten 700 Tonnen Hilfsgütern in die Ukraine liefern. Zudem fokussieren etliche Werke ihre Hilfe auch auf die Nachbarländer wie Polen, das mit 2,6 Millionen Flüchtenden enorm gefordert ist.

 

Alle Informationen und Angebote der SEA und ihrer Partner werden auf der Plattform Flüchtlingen helfen gebündelt. Vieles davon wie überhaupt die koordinierende Tätigkeit der Taskforce bedingt auch finanzielle Mittel. Die SEA-RES bittet dafür um Spenden für ihre Basisarbeit.

#CoronaPositiv: Ein erwiderter Dank ans BAG

31. März 2022 by

Neue Formen des Miteinanders und kirchlicher Präsenz vor Ort, geistliches Wachstum, gestärktes soziales Engagement usw. So schwierig die Pandemie auch für die Kirchen ist, so schön, ermutigend, friedens- und einheitsfördernd sind viele Geschichten der letzten zwei Jahre. Mit der Serie #CoronaPositiv erzählen die Schweizerische Evangelische Allianz SEA-RES und Freikirchen.ch einige dieser Geschichten. Die FEG Fokus Köniz hat das Bundesamt für Gesundheit mit einer Dankeskarte überrascht – und eine schöne Reaktion geerntet. Darüber berichtet Gemeindeleiter Harry Pepelnar.

 

Unsere kleine Gemeinde hat sich während den Einschränkungen oder dem Lockdown ab und zu im Park vor dem Gebäude des Bundesamts für Gesundheit in Köniz zum Picknick getroffen. Vor Weihnachten 2021 haben wir dem BAG eine Karte geschrieben und schlicht Danke gesagt für alles, was das BAG zum Schutz der Menschen gemacht hat. Viele aus der Gemeinde haben diese Karte unterschrieben. Nach Weihnachten kam eine handschriftliche Karte der BAG Covid-19 Taskforce mit Unterschriften und folgendem Inhalt an die Gemeinde zurück:

 

«Liebe Mitglieder von FokusKöniz

Ihre Karte und die guten Wünsche freuen uns ausserordentlich! Sie stärken uns in belasteten Zeiten, die auch von Anfeindungen gegenüber BAG Mitarbeitenden begleitet sind. Wir danken Ihnen herzlich für ihre liebenswürdige Karte, die wir an unserer virtuellen Covid-Sitzung mit allen Kolleg/innen geteilt haben, und wünschen Ihnen frohe, erholsame Festtage.

Taskforce BAG Covid-19»

 

Aufgezeichnet von Peter Schneeberger

#CoronaPositiv: Ein wichtiger Teil im Dorf sein

17. März 2022 by

Neue Formen des Miteinanders und kirchlicher Präsenz vor Ort, geistliches Wachstum, gestärktes soziales Engagement usw. So schwierig die Pandemie auch für die Kirchen ist, so schön, ermutigend, friedens- und einheitsfördernd sind viele Geschichten der letzten zwei Jahre. Mit der Serie #CoronaPositiv erzählen die Schweizerische Evangelische Allianz SEA-RES und Freikirchen.ch einige dieser Geschichten. In Spiez hat das Christliche Lebenszentrum (CLZ) viele einsame und hoffnungslose Menschen ermutigt, dank konkreten Angeboten für Senioren, Kinder und Jugendliche sowie für Asylsuchende, Ehepaare oder Stellenlose. Darüber berichtet Senior Pastor Markus Bettler.

 

Alle Senioren bekamen zu Weihnachten ein Geschenk, das jemand von der Kirchgemeinde vorbeibrachte. Täglich erhielten alle Kirchenmitglieder ein ermutigendes Mail per Hoffnungsblog. Familien wurden wöchentlich mit einem attraktiven online Kinderprogramm beschenkt. Menschen, die ihre Arbeitsstelle verloren haben, wurde erfolgreich eine neue Arbeitsstelle vermittelt. Menschen, die in Schulden geraten sind, wurde mit einem Notfonds geholfen. Zudem gab es eine kostenlose Finanzberatung. Asylsuchende, die sich während dieser Zeit oft verlassen fühlten, wurden von Mitarbeitenden der Kirchgemeinde begleitet. Ehepaare, die gerade während der Pandemie herausgefordert wurden, haben wir Eheberatung angeboten.

 

Jeden Sonntag haben um die 2000 Leute unseren Livestream-Gottesdienst online angeschaut. Zudem gab es zwei Gottesdienste zu je 50 Personen vor Ort und dann noch in drei Micro-Churches je 50 Personen. Jede Woche trafen sich 50 Jugendliche, wie es erlaubt war, im Christlichen Lebenszentrum. Dies war für die Jugendlichen von Spiez ein Highlight der Woche. Wir freuen uns sehr, wenn Corona wieder vorbei ist und sich hunderte von Menschen im Christlichen Lebenszentrum treffen können.

 

Als Kirche hat es für uns eine hohe Priorität, Teil von Spiez zu sein. Wir arbeiten eng mit den Behörden von Spiez zusammen, um sie zu unterstützen. In vielen Fachbereichen ist das CLZ im Ort präsent: So im fachlichen Netzwerk von Spitex, Rotes Kreuz, BEO Care, Demenzberatung, usw. Dann durch die Finanzberatung Hifidi: Das CLZ arbeitet mit dieser Arbeitsstelle zusammen und unterstützt sie auch finanziell. Weiter in der Begleitgruppe Fachstelle 60plus und in der Verankerung der Altersarbeit in Spiez. Das CLZ ist zusammen mit allen Organisationen ein Teil des «Runder Tisch Immigranten». Auch ist das CLZ Mitglied beim Quartierverein Spiezwiler und hilft dort mit. Zudem sind wir am «Dorffest» und beim Winzerfest Läset Umzug dabei. Zum Engagement gehört auch ein Stand am «Spiezmärit» , der rege von vielen Menschen besucht wird. Bei Kaffee und Kuchen gibt es tiefe Gespräche über Gott und die Welt.

 

Wichtig ist auch die Nachbarschaftshilfe: Viele Gemeindemitglieder helfen ihren Nachbarn ganz praktisch. Gerade während der Corona-Zeit halfen sie älteren Leuten, wenn sie einen Einkauf benötigten, fuhren sie zum Arzt oder räumten ihnen den Schnee vor dem Haus. Ein weiteres Angebot ist das Sorgentelefon: Während der Corona-Krise inserierten wir unsere Hotline, damit Leute anrufen konnten. Das Angebot wurde rege benutzt und es konnte vielen Menschen geholfen werden. Schliesslich ist das CLZ präsent im monatlichen Informationsheft «Spiezinfo», wo die Behörden und all die Vereine ihre Anlässe publik machen.

 

Insgesamt verzeichnete das CLZ Spiez während der Corona-Zeit das grösste Wachstum, welches die Kirche je hatte. Wir haben in dieser Zeit kaum jemanden verloren. Nach der Öffnung Mitte Februar feierten wir mit hunderten von Gottesdienstbesuchern ein riesiges Fest. Die Begeisterung war riesig, als wir zusammen angestossen und anschliessend zusammen ein feines Mittagessen genossen haben.

 

Aufgezeichnet von Markus Baumgartner

Krieg in der Ukraine: Hilfen für praktische Alltagsfragen

16. März 2022 by

Während der Krieg in der Ukraine unvermindert weitergeht, stellt die eilends eingesetzte Taskforce der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA-RES weitere Informationen und Ressourcen rund um Fragen zum Umgang mit Geflüchteten, zur privaten Unterbringung, zum Schutzstatus «S» und vielem mehr zur Verfügung. Darüber hinaus ruft sie mit konkreten Anliegen und der wöchentlichen Einladung am Mittwoch über Mittag zum Gebet auf.

 

Was ist zu beachten, wenn ich Geflüchtete bei mir privat aufnehmen will? Wie kann ich anderweitig helfen? Was genau bedeutet der neue Schutzstatus «S»? Abgesehen von der emotionalen Betroffenheit von den Ereignissen in der Ukraine und ihren Folgen stellen sich auch zahlreiche alltagspraktische Fragen. Um zur Klärung beizutragen, hat die SEA-RES wiederum aktuelle Informationen auf der Plattform Flüchtlingen helfen aufgeschaltet, beispielsweise:

 

  • zur Betreuung und Begleitung von Geflüchteten aus der Ukraine – Verhaltensempfehlungen, Tipps und Hinweise auf weitere Materialien
  • zu Abläufen und praktischen Schritten, um eine private Unterbringung anzubieten
  • zum Status S, mit dem aufgrund bestimmter Kriterien als «Schutzbedürftige» erklärte Personen ohne Asylverfahren aufgenommen werden

 

Da die Web-Plattform laufend ergänzt wird, lohnt es sich, regelmässig die neusten Informationen zu konsultieren.

 

Die Taskforce steht in engem Kontakt mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM), wo das Engagement von Privatpersonen – und der Kirchen – sehr geschätzt wird, da es ohne dieses in der aktuellen Situation nicht ginge. Auch Nationalrat Nick Gugger nahm sich Zeit für einen Austausch mit der Taskforce.

 

Kirchen-helfen.ch, ein Netzwerk von Kirchen, welche vom Krieg in der Ukraine betroffene Menschen als Gäste aufnehmen, sucht freiwillige Helferinnen und Helfer für das Case Management-Team, die fliessend Russisch und/oder Ukrainisch und Deutsch sprechen. Nach einer Einführung via Zoom nehmen diese Kontakt auf zu Menschen auf der Flucht, beantworten ihre Fragen, helfen ihnen den Weg in die Schweiz zu finden und vermitteln eine Unterkunft. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei sonja.meier(at)kirchen-helfen.ch.

 

Berührende Worte von der Russischen Evangelischen Allianz

Der Generalsekretär der Russischen Evangelischen Allianz bringt in einem offenen Brief seine Trauer, Sorge und sein Bedauern über die Entscheidungen der Regierung seines Landes zum Ausdruck. Damit agiert er sehr mutig und riskiert eine Verurteilung in seinem Land. Er drückt den Leidenden sein Mitgefühl aus, entschuldigt sich bei ihnen und versichert, die Russische Allianz versuchte alles, um den Krieg zu verhindern bzw. zu stoppen. Dazu gehört unter anderem Fasten und Gebet für Frieden, Harmonie und Versöhnung.

 

Für Europa, Russland, Ukraine und die Welt beten

Zum Gebet ruft auch die SEA weiterhin auf, insbesondere jeden Mittwochmittag zwischen 12.30 und 13 Uhr. Zum gemeinsamen Gebet anhand einer Liturgie und in kleinen Gruppen sind alle herzlich via Zoom eingeladen.

 

Dabei wollen wir auch an Menschen in anderen Krisengebieten der Welt denken. Denn laut der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung der Universität Hamburg fanden 2020 weltweit 25 Kriege und vier sogenannte bewaffnete Konflikte statt. Ende 2020 waren 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht. Wir beten für…

 

  • ein Ende des Krieges und aller Ideologie, die dahintersteht
  • alle Menschen in der Ukraine und auf der Flucht vor dem dortigen Krieg
  • Familien in der Zerreisprobe; viele sind ukrainisch-russisch mit Verwandtschaft in beiden Ländern
  • eine neue Ära der Zusammenarbeit und der Freundschaft zwischen Ost und West
  • Vergebung und gegenseitiges Verständnis in ganz Europa
  • andere Länder wie Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan, Myanmar, Irak, Jemen, Somalia, Kolumbien usw.
  • alle Menschen, die global auf der Flucht sind, wegen Hunger, Armut, Verfolgung usw.
  • alle Flüchtlinge, die bereits (und schon länger) in der Schweiz sind

 

Darüber hinaus bietet die Europäische Evangelische Allianz eine Liste aktueller Gebetsanliegen an.

  • Previous
  • 1
  • …
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • …
  • 23
  • Next
Newsletter Infos Bestellen Spenden Einzelmitglied werden Kollektivmitglied werden
  • Kontakt

    Schweizerische Evangelische Allianz SEA
    Josefstrasse 32
    8005 Zürich
    Tel 043 344 72 00
    info@each.ch

    Telefonisch erreichen Sie uns wie folgt:
    Montag und Mittwoch: 13:30 – 17:00 Uhr
    Dienstag und Donnerstag 08:00 – 12:00 /
    13:30 – 17:00 Uhr

    © 2025 SEA. Alle Rechte vorbehalten.
    Design by Weiter® Switzerland
    • Medienstelle
    • Stellungnahmen
    • Mitglieder
    • Unsere Vision
    • Unsere Leitsätze
    • Unser Netzwerk
    • Réseau évangélique suisse
    • Offene Stellen
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
  • Social media

  • Unser Engagement
    ▼
    • Arbeitsgemeinschaften
      ▼
      • Evangelischer Missionen (AEM)
      • Forum Ehe+Familie (FEF)
      • Religionsfreiheit (AGR)
      • Glaube und Behinderung (GUB)
      • Interaction (IA)
      • Interkulturell
      • Jugend
      • Klima, Energie, Umwelt (AKU)
      • Kunst & Kultur (ARTS+)
      • Landeskirchen-Forum (LKF)
      • Medien (AGM)
      • Politik (AGP)
      • Institut für Islamfragen
    • Gebetsanlässe
      ▼
      • 40 Tage Gebet und Fasten
      • 30 Tage Gebet für die islamische Welt
      • Sonntag der verfolgten Kirche (SVK)
      • Prayday
      • Flüchtlingssonntag
    • Aktuelle Themen
    • Stellungnahmen
    • Verteilzeitung «Hope»
    • SEA Fokus
    • Veranstaltungen
    • Ehrenkodex
    • Medienstelle
      ▼
      • Medienmitteilungen
      • Bilder & Clips
    • FAQ´s für Medienleute
  • Unser Miteinander
    ▼
    • Einzelmitgliedschaft
    • Kollektivmitgliedschaft
    • #SEAFreundin/#SEAFreund
    • Mitglieder
      ▼
      • Sektionen
      • Kirchgemeinden ohne Sektion
      • Werke
      • Jugendallianzen
  • Mitmachen
    ▼
    • Einzelmitglied werden
    • Kollektivmitglied werden
    • #SEAFreundin/#SEAFreund werden
    • Offene Stellen
      ▼
      • Bereichsleitung Kommunikation/Medien (80-100%)
    • Freiwillige Mitarbeit
    • Finanzen
    • Spenden
    • Kollekten – Vorlagen
    • Informiert sein
      ▼
      • SEA Info
      • Newsletter „SEA aktuell“
      • Medienmitteilungen
  • Wer wir sind
    ▼
    • Unsere Vision
      ▼
      • Gemeinschaft fördern
      • Gesellschaft verändern
      • Glauben teilen
    • Unser Netzwerk
      ▼
      • Nationale Allianz
      • Europäische Evangelische Allianz (EEA)
      • Weltweite Evangelische Allianz (WEA)
    • Glaubensbasis
    • Geschichte
    • Unser Team
    • Unser Vorstand
    • Jahresberichte
    • Bestellungen
    • Clearing-Stelle
  • News